Biographische Angaben aus dem Handbuch der Deutschen Kommunisten:

Geboren am 11. Januar 1897 in Köln, Sohn eines Tagelöhners; Maschinenarbeiter bei der Reichsbahn. Seit 1919 Mitglied der KPD, 1921/22 leitete Mieves den Bezirk Mittelrhein. Anfang 1921 war er auch Vorsitzender der Kölner Ortsleitung des Deutschen Eisenbahnerverbandes, wurde aber wegen Agitation für die VKPD aus dem Verband ausgeschlossen. Als Delegierter des Bezirks Mittelrhein nahm er am VII. Parteitag in Jena teil und wurde zum Mitglied des ZA gewählt. Der VIII. Leipziger Parteitag 1923 bestätigte diese Wahl. Mieves, der auf dem linken Flügel stand, nahm im Sommer 1921 als Delegierter am III. Weltkongreß der Komintern teil. Später Mitarbeiter der Roten Hilfe. Im Oktober 1926 wurde er aller seiner Funktionen enthoben und aus der KPD ausgeschlossen. Ihm wurde vorgeworfen, ein Polizeispitzel zu sein. Ob dies zutrifft oder ob persönliche Differenzen in der BL dadurch verdeckt werden sollten, ließ sich nicht ermitteln. 1932 stellte er einen Wiederaufnahmeantrag. Die Bezirksleitung entschied, daß sich Mieves in der Unterorganisation »bewähren« solle. Tatsächlich wurde er im Kampfbund gegen den Faschismus in Köln-Nippes aktiv und befand sich von Mai 1933 bis Januar 1934 in Köln in »Schutzhaft«. Peter Mieves starb am 16. Juli 1939 an Magenkrebs.

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