Biographische Angaben aus dem Handbuch der Deutschen Kommunisten:

Geboren am 1. Juni 1893 in Walldorf, lernte Maurer und wurde im Krieg Soldat. 1918 trat er der USPD, 1922 der KPD bei. Mitglied der BL Hessen-Frankfurt und Funktionär in Mörfelden, wo er 1. Beigeordneter der Stadt wurde. Nach den Unruhen in Mörfelden 1932, die der KPD als stärkster Partei angelastet wurden, flüchtete er in die UdSSR. Seine Frau und zwei Töchter folgten ihm. Bitsch arbeitete in Stalinogorsk, wo er am 13. Juli 1937 verhaftet wurde. Das Sondertribunal beim NKWD verurteilte ihn am 27.Dezember 1937 zu zehn Jahren Arbeitslager, Frau und Kinder wurden nach Hitler-Deutschland ausgewiesen. Wilhelm Bitsch starb am 28.November 1941 im Gulag, 1989 wurde das Urteil in der UdSSR aufgehoben.

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