Gulag-Zeitzeuge: Heini Fritsche als Kriminalkommissar in Bonn, 1965
Podcast aus der Reihe "Gulag-Zeitzeugen" von Dr. Meinhard Stark.
Datum
23.03.18
Typ
Audio
Thema
Gulag
Repression und Haft

Heini Fritsche wurde 1929 geboren und wuchs in Sachsen auf. 1945 trat er in die SPD ein und stimmte gegen die Vereinigung mit der Kommunistischen Partei und wurde zugleich Mitglied der SED. Um der Zwangsrekrutierung zur Wismut zu entgehen, meldete er sich 1949 freiwillig zur Deutschen Volkspolizei. Dort erlebte er die zunehmende Aufrüstung und Militarisierung der Polizeieinheiten. Daraufhin versorgte Heini Fritsche mit anderen oppositionell eingestellten Polizeikameraden den Radiosender RIAS in Westberlin mit Informationen.

1951 wurde Heini Fritsche von Angehörigen der Staatssicherheit festgenommen und dem sowjetischen Geheimdienst in Potsdam übergeben. Ein Sowjetisches Militärtribunal verurteilte den 22-Jährigen 1952 wegen Spionage, antisowjetischer Agitation und Sabotage zu 25 Jahren „Besserungsarbeitslager“. Er wurde ins nordrussische Workuta gebracht, wo er schwere Zwangsarbeit unter Tage leistete. 1953 nahm Heini Fritsche am Streik seines Lagers teil, wobei er durch einen Halsdurchschuss schwer verletzt wurde.

 

Biografie

Vorgeschichte

Verhaftung, Verurteilung, Transport

Lagertopografie und Haftordnung

Haftalltag und Zwangsarbeit

Häftlinge

Überleben

Das Leben danach

 

Podcast-Manuskript

Heini Fritsche