Herta Lahne nach ihrer Rückkehr, Oktober 1955.
Podcast aus der Reihe "Gulag-Zeitzeugen"
Datum
21.06.17
Typ
Audio
Thema
Gulag
Repression und Haft

Herta Lahne, 1927 in Meiningen geboren, wurde 1943 in ihrer Heimatstadt in das Ensemble des städtischen Theaters aufgenommen. Nach der Besetzung Meiningens durch die Rote Armee floh sie nach Nürnberg und trat im dortigen Theater auf. Nachdem die junge Frau von der Verschleppung ihres Vaters durch Angehörige der sowjetischen Besatzungsmacht erfuhr, kehrte sie nach Meiningen zurück. Auf der Suche nach ihrem Vater wurde sie 1947 durch die Staatssicherheit von der Straße weg verschleppt und von einem sowjetischen Sondergericht wegen „Spionage“ zum Tode verurteilt. Im Zuge darauffolgender Verhöre in Moskau verlor sie ihr Gehör auf der rechten Seite. Das Todesurteil wurde jedoch aufgehoben, sie wurde zu 15 Jahren „Besserungsarbeitslager begnadigt“ und nach Workuta deportiert, wo sie schwerste Zwangsarbeit leisten musste. 1955 – nach acht Jahren und sieben Monaten Gulag – wurde sie entlassen.

 

Biografie

Vorgeschichte

Verhaftung, Verurteilung, Transport

Lagertopografie und Haftordnung

Haftalltag und Zwangsarbeit

Häftlinge

Überleben

Das Leben danach

Herta Lahne

Podcast-Manuskript

Herta Lahne

Herta Lahne

Herta Lahne

Zeitungsartikel über Herta Lahne, 2008