MitBeStimmen in Diktatur & Demokratie: Rechtsextremismus

Rechtsextreme Taten nehmen in Deutschland gerade wieder zu und sind eine ernste Gefahr für die Demokratie. Dabei handelt es sich nicht um ein neues Phänomen. Rechtsextremismus war auch früher schon ein Problem in beiden deutschen Staaten. Dabei gab es in der DDR offiziell gar keine Nazis. Aber stimmt das?

Die DDR bezeichnete sich gern selbst als „Antifaschistischer Staat“. Angeblich existierten Nazis nur in der Bundesrepublik. Die Realität sah aber anders aus. MrWissen2go Mirko Drotschmann räumt mit diesem Mythos auf und gibt Hintergrundinfos zum Rechtsextremismus in der DDR sowie dem Umgang der SED mit rechter Gewalt. Rechtsextremismus gab es ebenfalls in der Bundesrepublik. Im Video wird geklärt, worin der Unterschied in der öffentlichen Auseinandersetzung mit dem Thema lag. Die Umbruchszeit der 1990er-Jahre war dann gezeichnet von exzessiver Gewalt gegen Menschen mit Migrationshintergrund, beispielsweise in Mölln und Hoyerswerder. Die Zivilgesellschaft reagierte mit großem Entsetzen und vielen Solidaritätsbekundungen. Auch heute gibt es weiterhin rechtsextreme Gewalt gegen Menschen und die demokratische Grundordnung unserer Gesellschaft. Das Internet hat den Handlungsrahmen und die Vernetzungsmöglichkeiten von rechten Akteuren verändert und vereinfacht. Im Video gibt es Tipps, wie man sich Engagieren kann und warum es wichtig ist, Haltung zu zeigen.

Die Reihe „MitBeStimmen in Demokratie & Diktatur“ ist ein Kooperationsprojekt der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur mit dem Beauftragten der Bundesregierung für die neuen Bundesländer.