Reihe "Transitional Justice" 5: „Zwischen Beeinflussung und Befreiung“

Die fünfte Veranstaltung „Zwischen Befreiung und Beeinflussung – Vom Umgang mit der sowjetischen Besatzung im heutigen Kaukasus“ der Reihe "Transitional Justice" rückt den Fokus auf die Staaten Georgien, Aserbaidschan und Armenien. 2020 kam es erneut zu bewaffneten Konflikten, um das seit Jahrzehnten von Armenien und Aserbaidschan umkämpfte Gebiet Bergkarabach. Russland machte infolgedessen durch die Entsendung russischer Friedenstruppen ins Kampfgebiet erneut seinen Einfluss auf die beiden ehemaligen Sowjetrepubliken geltend. Auch Georgien muss sich seit mehr als 30 Jahren mit den abtrünnigen Regionen Abchasien und Südossetien und den damit verbunden russischen Einfluss auseinandersetzen. Spannungen um die Konfliktgebiete im Südkaukasus zeigen, wie angespannt die Beziehungen zwischen den Staaten sind und wie groß die russische Einflusssphäre bis heute in dieser Region ist. Wie beeinflusst das Verhältnis zu Russland die Motivation zur Aufarbeitung der sowjetischen Vergangenheit? Welche Initiativen der Transitional Justice gibt es? Und in welchem Verhältnis stehen sie zur aktuellen Politik in den besagten Ländern? Welchen Einfluss übt dabei die politische Führung auf die Aufarbeitungsprozesse aus?