Vor genau 35 Jahren explodierte der vierte Reaktor des sowjetischen Kernkraftwerks „Tschernobyl Wladimir Iljitsch Lenin“. Die gesundheitlichen, ökonomischen und ökologischen Folgen der Katastrophe waren enorm. Große Teile Europas wurden durch den radioaktiven Fallout verseucht. Die Bevölkerung war vom atomaren Super-GAU tief verunsichert. In der DDR blieben staatliche Reaktionen weitgehend aus. Für die Umweltbewegung in der DDR wirkte das Ereignis als Katalysator für ihre oppositionelle Arbeit.

Unser Dossier gibt einen Überblick über die politischen Reaktionen in der Sowjetunion, der DDR und der Bundesrepublik sowie den weitreichenden Folgen. Historische Materialien zeigen, wie sich die DDR-Umweltbewegung zu „Tschernobyl“ verhielt und wie sie gegen die Kernenergie protestierte. Video-Interviews mit ehemaligen Umweltaktivisten und Experten zum Thema veranschaulichen, welche Spuren das Reaktorunglück bis heute hinterlassen hat.

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