Vor 40 Jahren protestieren polnische Arbeiterinnen und Arbeiter im Sommer 1980 für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen. Es ist die Geburtsstunde von Solidarność. Mit dem Danziger Abkommen zwischen den Streikenden unter Führung von Lech Wałęsa und der polnischen Regierung vom 31. August 1980 werden erstmals im kommunistischen Machtbereich freie Gewerkschaften zugelassen. Doch Solidarność ist weit mehr als das. Die oppositionelle Bewegung gibt wesentliche Impulse für Demokratie und Freiheit im Land. Erstmals schließen sich Arbeiter, Angestellte und Intellektuelle zusammen und stellen das kommunistische Regime in Frage. Rasch wächst die Organisation auf rund 10 Millionen Mitglieder. Die Verhandlungen zum Übergang Polens in eine parlamentarische Demokratie am Runden Tisch im Frühjahr 1989 werden dabei zum Modell für den gewaltfreien Machtwechsel in Mittel- und Osteuropa.

Mit einem neuen Dossier laden wir zur Auseinandersetzung mit der Geschichte von Solidarność ein. In aktuellen Interviews berichten Akteure und Beobachter wie Ewa Kulik, die seit 1980 zur Leitungsebene von Solidarność gehörte oder der DDR-Oppositionelle Wolfgang Templin, der das Geschehen in Polen beobachtete, über die dramatischen Ereignisse vor 40 Jahren. Die Bilder des Stern-Fotografen Harald Schmitt aus dem Stiftungsarchiv werfen Schlaglichter auf die Ereignisse, weiterführende Links verweisen auf Filme, Bücher und Websites.

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