Am 9. September 2025 startet im Grenzmuseum Schifflersgrund (Asbach‑Sickenberg) die Veranstaltungsreihe „Auf dem Weg zum UNESCO‑Welterbe – Das Grüne Band in Thüringen“, initiiert von der Stiftung Naturschutz Thüringen und dem Thüringer Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED‑Diktatur. Eröffnet wird das im 35. Jahr der Deutschen Einheit stattfindende Programm mit einem mehrstündigen Austausch unter dem Motto „Anforderungen, Aufgaben, Anfangen!“, der Grußworte, Impulsvortrag, Podiumdiskussion und ein World‑Café beinhaltet – mit dem Ziel, den Welterbe‑Prozess öffentlich zu verankern und verschiedene Akteur:innen aus Naturschutz, Erinnerungskultur, Bildung und Tourismus zusammenzubringen.
Hintergrund: Das Grüne Band, ein ca. 1.400 km langer Biotopverbund entlang der einstigen innerdeutschen Grenze, entstand durch jahrzehntelange menschliche Abwesenheit – ein einmaliger Rückzugsraum für gefährdete Arten und zugleich eine lebendige Erinnerungslandschaft. Bereits im Dezember 2018 wurde dieser Abschnitt in Thüringen als Nationales Naturmonument unter Schutz gestellt, 2020 startete die Initiative zur Nominierung als UNESCO‑Welterbe – und 2023 wurde das Grüne Band in Deutschland offiziell auf die deutsche Tentativliste für gemischtes Natur‑ und Kulturerbe gesetzt.
Die Veranstaltungsreihe (September 2025 bis Juni 2026) umfasst über 30 Formate – Führungen, Erzählcafés, Wanderungen, Baumpflanzaktionen und Filmvorträge – entlang des Thüringer Abschnitts, der mit 763 km den längsten Anteil des Grünen Bands in Deutschland darstellt. Am Tag der Deutschen Einheit (3. Oktober 2025) locken mehrere Angebote, etwa Wanderungen zum „Rotbuchenfest“, Lesungs‑Wanderung „Deckname Antenne“ oder eine Exkursion zur „Gebrannten Brücke“, einem ehemaligen Grenzübergang bei Sonneberg – mit Perspektiven von Natur- und Erinnerungskulturen.