Am Samstag, den 6. September 2025, um 15:00 Uhr eröffnet die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten in der Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen die neue Wanderausstellung „frauenHAFT. Sowjetische Repression und DDR-Strafvollzug (1945–1956)”.
Die von der Bundesstiftung Aufarbeitung geförderte Ausstellung widmet sich den Schicksalen von über 1.100 Frauen und 25 Kleinkindern, die im Februar 1950 aus dem sowjetischen Speziallager Sachsenhausen in die berüchtigte DDR-Strafvollzugsanstalt Hoheneck überstellt wurden. Alle Frauen waren zuvor von sowjetischen Militärtribunalen zu langjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Ihre Hoffnung, dass ihre Urteile durch die DDR-Justiz überprüft würden, wurden bitter enttäuscht.
Im Zentrum der Ausstellung stehen zwölf Einzelschicksale von Frauen dieses Transportes. Sie veranschaulichen auf eindrucksvolle Weise die Härte sowjetischer Repression und die Kontinuitäten von Unrecht im frühen DDR-Strafvollzug.
Die Wanderausstellung ist Teil des 80. Jahrestages der Verlegung des sowjetischen Speziallagers nach Sachsenhausen.
Interessierte sind herzlich eingeladen, an der Eröffnung teilzunehmen. Um Anmeldung wird gebeten: veranstaltungen@gedenkstaette-sachsenhausen.de