Am 4. Juni 1989 eröffnete die chinesische Volksbefreiungsarmee auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking das Feuer auf die Aktivisten der Demokratiebewegung. Zahlreiche Menschen kamen dabei ums Leben, die genaue Zahl ist bis heute unklar. Das Tiananmen-Massaker in China hatte gezeigt, wie blutig die Konfrontation mit kommunistischen Machthabern verlaufen konnte. Auch in der DDR wurde im Zusammenhang mit den Protesten auf die „chinesische Lösung“ verwiesen, was natürlich als sehr ernst gemeinte Drohung verstanden wurde, auch wenn das Regime 1989 letztlich davor zurückschreckte, die Proteste blutig niederzuschlagen. Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur erinnert am heutigen Tag an die Opfer, aber auch an den mutigen Einsatz für die Demokratie, der eine positive Signalwirkung auf die erstarkenden Freiheitsbewegungen in der DDR und in den kommunistischen Diktaturen Ostmitteleuropas hatte. 

In diesem Jahr hat die chinesische Regierung die Gedenkfeier in Hongkong erstmals verboten. Begründet wird das mit der Ansteckungsgefahr durch die Corona-Pandemie.

Der Fotograf Harald Schmitt hat die Proteste 1989 in Peking miterlebt. Seine Bilder befinden sich in unserem Stiftungsarchiv.

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