Der Taschenkalender „Erinnerung als Auftrag 2022“ der Bundesstiftung Aufarbeitung ist ab sofort im Publikationsshop erhältlich. Mit dem Abstand von 30 Jahren lädt die Chronik zu einer Reise in die Geschichte des Jahres 1992 ein. Sie berichtet schlaglichtartig von dem wechselvollen Transformationsprozess unter den Bedingungen einer rückläufigen Konjunktur in der Bundesrepublik. So zeigt die Werftenkrise in Mecklenburg-Vorpommern beispielhaft die Schwierigkeiten beim wirtschaftlichen Umbau der ehemaligen Planwirtschaft. Das Kalendarium weist überdies auf die bisher schwersten Gewalttaten gegen Ausländer im wiedervereinten Deutschland in Rostock-Lichtenhagen hin.

Nicht zuletzt beschreiben die Meldungen wichtige Schritte bei der Aufarbeitung des DDR-Unrechts durch die Justiz, die Arbeit der Stasi-Unterlagenbehörde sowie die Einsetzung der Enquête-Kommission „Aufarbeitung von Geschichte und Folgen der SED-Diktatur“ durch den Deutschen Bundestag. Diese wird eine umfassende gesellschaftliche Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit anstoßen – ein Novum in der deutschen Parlamentsgeschichte.

Auch die wichtigsten Entwicklungen im ehemaligen kommunistischen Machtbereich in Europa werden nachgezeichnet; Russlands Ringen um Stabilität, der Bürgerkrieg auf dem Gebiet des früheren Jugoslawiens und die Auflösung der Tschechoslowakei sind hierbei zentral.