Nach Vorbild der Moskauer Helsinki-Gruppe, die sich für die Einhaltung der humanitären Artikel der 1975 unterzeichneten KSZE-Schlussakte einsetzte, gründete sich im Januar 1977 die Georgische Helsinki-Gruppe. Der Menschenrechtsorganisation gehörten zahlreiche prominente Oppositionelle des Landes an, darunter Swiad Gamsachurdia, Wiktor Rzchiladse, Walentina Pailodse und Merab Kostawa. Die Gruppe sammelte und verbreitete Informationen über Verstöße gegen die Menschenrechte in Georgien, vor allem in Bezug auf nationale Selbstbestimmung und Religionsfreiheit. Da ihre Mitglieder vom sowjetischen Sicherheitsapparat rigoros verfolgt wurden, mussten die Aktivitäten bereits im Sommer 1978 eingestellt werden. 1985 wurde die Georgische Helsinki-Gruppe reaktiviert und nahm ab 1989 unter ihrem neuen Namen „Georgische-Helsinki-Union“ als politische Partei eine Schlüsselrolle auf dem Weg Georgiens in die staatliche Unabhängigkeit ein.

Mehr zur Georgischen Helsinki-Gruppe und zu den Akteuren der Oppositionsbewegung in Georgien bis 1991 finden Sie im Biografischen Lexikon „Widerstand und Opposition im Kommunismus“ unter:

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