Vor 40 Jahren protestierten polnische Arbeiterinnen und Arbeiter für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen –­ die Geburtsstunde von Solidarność. Doch diese war nicht nur eine Gewerkschaft. Sie war eine Bewegung, die das ganze Land erfasste und in der sich das Streben der Polen nach Demokratie und Freiheit ausdrückte. Die Bundesstiftung Aufarbeitung würdigt „40 Jahre Solidarność“ mit einem umfangreichen Online-Dossier sowie einer zehnteiligen Interviewreihe. Im letzten Interview spricht die polnische Politikerin Grazyna Staniszewska über ihre Arbeit im Untergrund, Geschlechtergerechtigkeit in der Solidarność oder die Gründung von Gewerkschaften in der Provinz.

In den anderen Interviews berichten Mitgründer und prägende Akteure wie Ewa Kulik, Bogdan Lis oder Lech Wałęsa über die dramatischen Ereignisse vor 40 Jahren. „Den Kommunismus konnte man nicht mit einem Schlag erledigen. Das musste in Etappen geschehen“, sagt Lech Wałęsa in unserem Interview. Es kommen aber auch Beobachter wie der DDR-Oppositionelle Wolfgang Templin und der Journalist Gabriel Berger zu Wort, der über den Kongress der Solidarność in Danzig sagt: „Die Versammlung, die damals stattfand 1981, war sich der europäischen oder weltpolitischen Tragweite durchaus bewusst.“

Alle Interviews können Sie in unserer Mediathek und auf unserem YouTube-Kanal abrufen:

Das Dossier zur Solidarność finden Sie auf unserer Webseite.