Die von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur geförderte Wanderausstellung „Einweisungsgrund: Herumtreiberei“ ist ab dem 15. Juli 2025 in Rostock zu sehen. Sie thematisiert die Zwangseinweisungen junger Frauen in sogenannte Geschlossene Venerologische Stationen der DDR – eine kaum bekannte Form staatlicher Repression unter dem Deckmantel des Gesundheitsschutzes. Die Betroffenen galten offiziell als „asozial“ oder „herumtreibend“ und wurden ohne richterlichen Beschluss unter oft demütigenden Bedingungen interniert.

In den ersten vier Wochen (15.07.–10.08.) ist die Ausstellung in der Dokumentations- und Gedenkstätte Rostock (DuG), Grüner Weg 5, zu sehen – jeweils dienstags und donnerstags von 10 bis 15 Uhr sowie nach Anmeldung. Vom 12. bis 22. August wird sie im Rathaus Rostock, Neuer Markt 1a, gezeigt und ist dort montags bis freitags von 7 bis 18 Uhr geöffnet.