Zwischen 1935 und 1955 waren in den Straflagern der UdSSR schätzungsweise fünf Millionen Frauen inhaftiert. Darunter befanden sich junge Mädchen, Mütter und Hochbetagte aus allen sozialen Schichten und Nationalitäten der Sowjetunion sowie Europas.

Die Moskauer Hauptverwaltung Lager ließ die Frauen nach den gleichen Normen wie Männer teils schwere Zwangsarbeit leisten, versorgte sie mit den gleichen Hungerrationen und zerlumpter Bekleidung und sperrte sie in die gleichen engen, unhygienischen Unterkünfte. Auch Gertrud Platais, Alice Schellenberg, Frieda Siebenaicher und Ida Konrad kämpften täglich um das Überleben. 

Der Historiker Dr. Meinhard Stark hat die Frauen interviewt, die über ihre Erfahrungen im Lager Akmolinsk zwischen 1938 und 1946 berichten. Das Dokumentarfeature kann kostenlos im Archiv der Bundesstiftung Aufarbeitung angehört werden. Neben den Podcasts gibt es weitere interessante Dokumente und Fotos, darunter Verhörprotokolle, Aufnahmen aus dem Lager und der Zeit davor sowie Rehabilitierungsschreiben.

Dokumentarfeature "Innenansichten eines Frauenlagers" anhören