Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und Memorial Deutschland e. V. sind alarmiert über die Hausdurchsuchungen, Beschlagnahmungen und Festnahmen von Mitarbeitern der Menschenrechtsorganisation Memorial in Perm und Moskau in den letzten Tagen. Die Aktionen wurden von der Polizei und Einheiten des russischen Innenministeriums durchgeführt. Es ist zu befürchten, dass Drangsalierungen und Festnahmen von Mitarbeitern der Regionalbüros von Memorial in weiteren Städten folgen werden.
Jetzt kommt es darauf an, eine größtmögliche nationale und internationale Aufmerksamkeit und Öffentlichkeit zu erzeugen. Als Zeichen der Solidarität und Unterstützung für die Festgenommenen sind eine internationale Prozessbeobachtung und diplomatischer Druck zur Wahrung der Menschenrechte dringend erforderlich.

  • Keine weitere Kriminalisierung von Memorial-Mitarbeitern in Russland
  • Die körperliche Unversehrtheit der Angeklagten ist zu gewährleisten
  • Eine internationale Prozessbeobachtung ist erforderlich
  • Abweichungen von rechtsstaatlichen Verfahren müssen öffentlich angeprangert werden.

Wenn Sie unsere Sorgen und Bedenken teilen, dann tragen Sie diese bei der Russischen Botschaft Berlin vor:

Adresse:

S.E. Sergej J. Netschajew

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