geboren am 3. September 1929 in Hoym (Sachsen-Anhalt); 1948 Abitur in Aschersleben 1949 Flucht aus der SBZ nach Westdeutschland; 1949-1953 Studien an der Hochschule für Arbeit, Politik und Wirtschaft in Wilhelmshaven und an der Deutschen Hochschule für Politik in Berlin; 1952-1955 freiberuflich tätiger Journalist in West-Berlin; 1955 von Stasi-Agenten aus West-Berlin entführt; 1956 vom 1. Strafsenat des Obersten Gerichts der DDR wegen „Boykott- und Kriegshetze" zu vier Jahren Zuchthaus unter Anrechnung der Untersuchungshaft verurteilt und bis 1959 in Brandenburg-Görden bzw. in Bautzen II in Strafhaft; 1959-1969 freiberuflich tätiger Journalist in Hamburg; 1970-1994 Leitender Redakteur beim Deutschlandfunk in Köln; seit 1994 freiberuflich tätiger Publizist in Köln; 1992-1994 Sachverständigen-Mitglied der Enquetekommission „Aufarbeitung von Geschichte und Folgen der SED-Diktatur in Deutschland".; 1995-1998 Sachverständigen-Mitglied der Enquetekommission „Überwindung der Folgen der SED-Diktatur im Prozess der deutschen Einheit"; Seit 2000 Mitglied des Stiftungsrates und Vorsitzender des Beirates der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen; 1996 Ehrenpromotion zum Dr. phil. h.c. am Fachbereich Politische Wissenschaft der Freien Universität Berlin; 2001 Auszeichnung mit dem Bundesverdienstkreuz erster Klasse; Seit 1998 Vorsitzender des Fachbeirates Gesellschaftliche Aufarbeitung/ Opfer und Gedenken der Bundesstiftung Aufarbeitung, am 15.4.2010 zudem zum Ehrenvorsitzenden des Fachbeirats gewählt.

Buchveröffentlichungen: „Warten auf Gerechtigkeit" (1971); „Politik und Justiz in der DDR" (1979); „Die DDR-Staatssicherheit" (1982); „Opposition und Widerstand in der DDR" (1984); „MfS intern" (1991); „Akten-Einsicht" (1995); „Der Wahrheit verpflichtet" (2000). „Konzentrierte Schläge" (1998) gemeinsam mit Roger Engelmann; „Bautzen II" (2001) gemeinsam mit Silke Kiewin; und „Der ,Tag X' und die Staatssicherheit" (2003) gemeinsam mit Roger Engelmann.