Am 07. März 2005 gibt Alexander Jakowlew im Zeughauskino des Deutschen Historischen Museums Berlin Auskunft über die Politik von Perestrojka und Glasnost. Im Gespräch mit Christian Semler (taz) gewährt der einstige Chefberater Michael Gorbatschows Einblicke in das sowjetische Machtzentrum der Achtzigerjahre und klärt nicht zuletzt über jene Zusammenhänge auf, die 1990 die Vereinigung der beiden deutschen Teilstaaten ermöglichten.

Vor zwanzig Jahren, am 11. März 1985, wurde Gorbatschow zum Generalsekretär der KPdSU gewählt. Bald standen die Schlagworte "Perestrojka" und "Glasnost" für seinen Versuch, die krisenerstarrte Sowjetunion zu reformieren. Doch "Umbau" und "Öffnung" endeten 1991 im Zusammenbruch der kommunistischen Weltbewegung und in der Auflösung der Sowjetunion. Über seine Erfahrungen während des umfassenden Transformationsprozesses, gewollte wie ungewollte Folgen der Reformen und seine Sicht auf das Russland der Gegenwart wird Jakowlew ausführlich berichten. Seine Tätigkeit als Vorsitzender der Rehabilitierungskommission beim russischen Präsidenten, die er bis heute ausübt, wird dabei ebenfalls zur Sprache kommen.

Die Veranstaltung "Perestrojka und Glasnost. Vom Umbau zum Zusammenbruch" findet am 07. März 2005, um 19.00 Uhr im Zeughauskino des Deutschen Historischen Museums (Eingang Spreeseite) statt. Der Eintritt ist frei.
Ihre Ansprechpartner in der Stiftung Aufarbeitung: Jens Schöne, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, 030/2324 7225; Heiko Hänsel, Organisation der Veranstaltung, 030/2324 7209.

Berlin, 02. März 2005