Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur wird 2005 bundesweit 158 Projekte zur DDR-Geschichte, deutschen Teilung und ihren Folgen mit 2,3 Millionen Euro fördern. Der Stiftungsvorstand hat über 278 Förderanträge mit einem Gesamtvolumen von 7 Millionen Euro entschieden. Gegenüber dem Vorjahr stieg die Summe der beantragten Mittel damit um 20 Prozent.Die Stiftung fördert 2005 unter anderem Dokumentarfilme, Ausstellungen und Tagungen, sie gewährt Promotionsstipendien sowie Druckkostenzuschüsse und unterstützt eine Reihe langfristiger Vorhaben. Dazu zählen die systematische Sammlung verstreuter Zeugnisse oppositionellen Handelns, das im Aufbau befindliche "Archiv unterdrückter Literatur in der DDR" und regelmäßig erscheinende Publikationen wie die "Gerbergasse 18" der Geschichtswerkstatt Jena. Fast ein Drittel der Vorhaben widmet sich dem Gedenken an politische Verfolgung in der DDR und der Betreuung ihrer Opfer. Gestärkt werden soll künftig der Blick "von außen". So fördert die Stiftung 2005 Projekte mittelosteuropäischer Partner ebenso wie etwa deutsch-französische Kooperationsvorhaben.Mit ihrer Projektförderung will die Stiftung Aufarbeitung die pluralistische Auseinandersetzung mit der SED-Diktatur nachhaltig befördern und diese stärker als bisher in einem europäischen Diskurs über die Diktaturen des 20. Jahrhunderts verorten. Seit 1998 hat sie dafür mehr als 16 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

Für weitere Informationen - auch zu regionalen Schwerpunkten der Förderung - steht Ihnen Jens Schöne unter der Rufnummer 030 / 2324 72-25 (Sekretariat -00) zur Verfügung.

Berlin, 17. Dezember 2004