Zum 30. Jahrestag der deutschen Einheit initiiert Kulturstaatsministerin Prof. Monika Grütters die neue Förderlinie „Aufarbeitung des SED-Unrechts“ im Bundesprogramm „Jugend erinnert“. Ab sofort können gemeinnützige Einrichtungen, Vereine und Institutionen der historisch-politischen Bildung Projekte einreichen, die sich mit der SED-Diktatur befassen.

Mit der Umsetzung dieses Programms hat Frau Prof. Grütters die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur beauftragt. „Es geht nicht nur darum, Wissenslücken zu schließen“, betont Dr. Anna Kaminsky, Geschäftsführerin der Bundesstiftung Aufarbeitung. „Mit ‚Jugend erinnert‘ setzt die Politik ein starkes Signal, um der Gefahr einer Verharmlosung autoritärer Regime vorzubeugen und das Demokratieverständnis junger Menschen zu stärken.“

Ziel der Initiative ist es, junge Leute mit außerschulischen Angeboten dazu anzuregen, sich mit der Geschichte der kommunistischen Diktatur, die nach 1945 im östlichen Teil Deutschlands errichtet wurde, sowie deren Folgen bis heute auseinanderzusetzen. „Besonders wünschenswert sind Kooperationen von etablierten Institutionen mit kleinen, ehrenamtlich ausgerichteten Einrichtungen sowie mit Organisationen, die sich an junge Menschen richten oder von jungen Menschen geführt werden“, sagt Kaminsky. Hierbei sollen zeitgemäße, innovative Bildungsformate für und mit jungen Menschen geschaffen und weiterentwickelt werden.

Pro Projekt können bis zu 200.000 Euro bewilligt werden. Anträge auf Förderung im Rahmen von „Jugend erinnert“ müssen bis spätestens 15. Februar 2021 bei der Bundesstiftung Aufarbeitung vorliegen. Der Förderzeitraum endet am 31. Dezember 2023.

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