2024 jähren sich die Verabschiedung des Grundgesetzes und die doppelte deutsche Staatsgründung zum 75. Mal. Die Teilung Deutschlands 1949 war eine Folge des Eroberungs- und Vernichtungskrieges, den Deutschland am 1. September 1939 mit dem Überfall auf Polen begonnen hatte. Den Weg in den Zweiten Weltkrieg ebnete der Hitler-Stalin-Pakt vom 23. August 1939. Für Ostmitteleuropa begann vor 85 Jahren eine jahrzehntelange Fremdherrschaft, die erst mit den weitgehend friedlichen Revolutionen des Jahres 1989 überwunden wurde. Was vor 35 Jahren seinen Anfang nahm, fand vor 20 Jahren mit der EU-Osterweiterung den vorläufigen Höhepunkt eines Prozesses, der noch nicht abgeschlossen ist.

1939 – 1949 – 1989 – 2004: Anhand dieser Jahreszahlen lässt sich 2024 die Geschichte von Demokratie und Diktatur in Deutschland und Europa anschaulich verdeutlichen. Darauf verweist die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

„Mit unseren Veranstaltungen und Bildungsangeboten werden wir im Erinnerungsjahr 2024 herausarbeiten, dass Demokratie keine Selbstverständlichkeit ist, sondern stets aufs Neue verteidigt oder erkämpft werden muss“, so die Direktorin der Bundesstiftung Aufarbeitung Dr. Anna Kaminsky.

Nachfolgende Veranstaltungen und Publikationen bieten einen Ausblick auf die Arbeit der Bundesstiftung Aufarbeitung im Jahr 2024:

  • Geschichtsmesse 2024, die dieses Jahr unter dem Motto steht „Ein weites Feld. Neue Perspektiven auf die Aufarbeitung von Diktaturen in Deutschland und Europa“
  • Jahresausstellung „Friedliche Revolution kompakt“
  • Sonderausstellung aus Anlass 75 Jahre Grundgesetz „…denen mitzuwirken versagt war…“, die den Beitrag ostdeutscher Demokraten im Widerstand gegen die Errichtung der zweiten Diktatur im östlichen Teil Deutschlands thematisiert. Diese Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier
  • Konferenz und Veranstaltungsreihe: „75 Jahre doppelte Staatsgründung und 35 Jahre Friedliche Revolution“
  • Ausrichtung des Internationalen Gedenkstättentreffens in Kreisau mit dem Thema „Zeitenwende(n)“
  • Ausrichtung einer internationalen Konferenz: „1989 als Erinnerungsort in europäischer Perspektive“
  • Fortsetzung der Diskussionsreihe „Wir müssen reden“ mit dem Schwerpunkt „Erinnerung an die DDR zwischen Heimat und Diktatur“.

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