Ein Jahr nach dem brutalen Überfall russischer Truppen auf die Ukraine wird der andauernde Angriffskrieg in Deutschland kontrovers diskutiert. Insbesondere die Frage von Waffenlieferungen spaltet die öffentliche Meinung. Mit der Podiumsdiskussion „Das ist (nicht) unser Krieg“ will die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur am 23. Februar die Perspektiven weiten und bringt dazu Gäste aus der Ukraine, Russland und Deutschland zusammen aufs Podium.

Der ukrainische Übersetzer und Publizist Juri Durkot berichtet seit dem Kriegsbeginn am 24. Februar 2022 für die WELT täglich aus Lviv über das Geschehen. Die Mitgründerin der russischen Menschenrechtsorganisation Memorial Irina Scherbakowa verließ Russland nach deren Verbot und lebt heute im Exil. Wie blickt die russische Gesellschaft auf diesen Krieg? Welche Meinungen gibt es neben der staatlichen Propaganda, die den brutalen Angriff mit allen Mitteln rechtfertigt? Außenminister a.D. Markus Meckel beobachtet die politischen Entwicklungen in Osteuropa seit vielen Jahren. Der Ratsvorsitzende der Bundesstiftung Aufarbeitung beschäftigt sich zudem mit der Frage, warum Deutschland in der Frage des Verhältnisses zu Russland scheinbar immer noch in Ost und West getrennt ist. Das Gespräch wird moderiert von der Osteuropaexpertin und Journalistin Tamina Kutscher.

In der Veranstaltungsreihe „Wir müssen reden!“ greift die Bundesstiftung Aufarbeitung kontroverse gesellschaftliche Themen auf. Sie möchte damit einen Beitrag zu einer lebendigen Debattenkultur leisten, in der widerstreitende Argumente und Ansichten konstruktiv ausgetauscht werden.

Podiumsdiskussion: Wir müssen reden! Das ist (nicht) unser Krieg

23. Februar 2023 | 18 Uhr

Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur | Kronenstraße 5 | 10117 Berlin

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der Eintritt ist frei.

Die Veranstaltung wird zudem im Livestream auf YouTube übertragen