Knapp vier Wochen lang, vom 15. November bis 7. Dezember 1984, kamen - nur durch Mundpropaganda informiert - rund zehntausend Besucher in das Messehaus am Leipziger Markt, um den "1.Leipziger Herbstsalon" der Künstler Lutz Dammbeck, Günter Firit, Hans-Hendrik Grimmling, Frieder Heinze, Günther Huniat und Olaf Wegewitz zu besichtigen: eine in einer Art Piratenstück organisierte halblegale Ausstellung unangepasster neuer und neuester Kunst, die verkrustete Strukturen aufbrechen und zeigen wollte, dass andere künstlerische Formensprachen in der DDR existierten, als die offiziell geförderte und propagierte.

Die DDR-Staatsmacht versuchte vergeblich, die Aktion zu verhindern. Der "Herbstsalon" wurde später als "konterrevolutionäres Ereignis" abgestempelt, Wiederholungen solcher Akte von Selbständigkeit wusste man zu verhindern.

In der Veranstaltung der Vertretung des Saarlandes beim Bund in Berlin und der Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur blicken damals beteiligte Künstler (Günter Firit, Hans-Hendrik Grimmling, Günther Huniat, Olaf Wegewitz) gemeinsam mit Heinz Klunker (damals Redakteur beim Deutschlandfunk) auf den "Herbstsalon", die Kulturpolitik der DDR und deren Folgen zurück. Moderation: Christoph Tannert, Leiter des Künstlerhauses Bethanien.

Datum: 15. November 2004
Ort: Vertretung des Saarlandes beim Bund, In den Ministergärten 4, 10117 Berlin
Beginn der Veranstaltung: 19:00 Uhr, Einlass ab 18:30 Uhr

Pressevorgespräch mit den Podiumsteilnehmern:
Zeit: 17:45 Uhr am gleichen Ort
(Um telefonische oder schriftliche Presseakkreditierung wird gebeten unter Tel: 030 - 2324 7223 oder Fax: 2324 7210)

Berlin, 10. November 2004