Die Bedeutung von Religionen und Glauben in der DDR und deren Entwicklung bis in die Gegenwart ist Thema der Podiumsdiskussion „Glaube verbindet? Religion im Wandel“ am 6. September. In der DDR sollte die Religionsausübung nach den Lehren des Marxismus-Leninismus möglichst verdrängt werden. Zwar konnten die Kirchen bis zum Ende der SED-Diktatur wichtige Freiräume behaupten, insgesamt ist die ostdeutsche Gesellschaft jedoch bis heute viel stärker säkularisiert als die alte Bundesrepublik, wenngleich die überweltlichen Religionen auch im Westen Deutschlands an Bedeutung verlieren.

Angesichts allgemein abnehmender religiöser Bindungen sprechen die Expertinnen und Experten auf dem Podium darüber, inwieweit sich die ostdeutsche Entwicklung als Vorläufer der westdeutschen interpretieren lässt und was dies zukünftig in einer zunehmend multireligiösen Gesellschaft bedeutet. Es diskutieren Pfarrer Gregor Hohberg, Initiator des jüdisch-christlich-islamischen Dialogprojekts „House of One“, die Theologin Ilse Junkermann, Vorsitzende der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste, der Islamwissenschaftler Yunus Yaldiz sowie Ellen Ueberschär, Vorständin der Stephanus-Stiftung. Die ARD-Hörfunkkorrespondentin Vera Wolfskämp moderiert das Gespräch.

Die Veranstaltung ist Teil der Reihe „Zukunftswerkstatt Einheit. Hoffnungen – Veränderungen – Perspektiven“ der Deutschen Gesellschaft e. V. und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Diese nimmt unterschiedliche gesellschaftliche und kulturelle Aspekte des Wandels seit der Wiedervereinigung in den Blick.

Die Diskussion wird auf dem YouTube-Kanal der Bundesstiftung Aufarbeitung übertragen, via E-Mail (veranstaltungen@bundesstiftung-aufarbeitung.de) und YouTube-Chat können sich die Zuschauerinnen und Zuschauer an der Diskussion beteiligen.

Online-Podiumsdiskussion: Glaube verbindet? Religion im Wandel

Veranstalter: Deutsche Gesellschaft e. V., Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

6. September 2022 | 18 Uhr

Livestream: www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/livestream sowie bei ALEX Berlin