Anlässlich des Internationalen Weltfrauentags am 8. März möchten wir aus aktuellem Anlass vor allem an die mutigen Frauen erinnern, die sich in Osteuropa und in aller Welt für Freiheit, Demokratie und Menschenrechte einsetzen.

Viele Frauen leisten in der Ukraine in diesen Tagen Widerstand gegen die russischen Invasoren, um die Freiheit und die Souveränität ihres Landes zu verteidigen. Hunderttausende müssen aus dem umkämpften Land fliehen, um sich und ihre Kinder in Sicherheit zu bringen. „Es sind zumeist Frauen, die in Notzeiten am meisten gefährdet sind, gegen die sich die brutale Gewalt richtet und die zugleich für die Sicherheit der Kinder und den Zusammenhalt der Familien sorgen und größte Opfer bringen“, sagte die Direktorin der Bundesstiftung Aufarbeitung Anna Kaminsky.

In Belarus waren es Frauen, die im Sommer 2020 die Proteste gegen Diktator Lukaschenko angeführt und mit ihren friedlichen, aber beharrlichen Aktionen ein deutliches Zeichen gegen staatliche Repression und Willkür sowie für Meinungsfreiheit und freie Wahlen gesetzt haben. Seit den gefälschten Wahlen im August 2020 kann die belarussische Opposition nur noch vom Ausland aus oder im Untergrund agieren, wie Ina Rumiantseva von der Belarusischen Gemeinschaft RAZAM in unserem Interview eindrücklich geschildert hat.

Deshalb sei an diesem Tag den Frauen in Osteuropa und auf allen Kontinenten dieser Welt gedacht, die für Demokratie und Menschenrechte ihr Leben, ihre Unversehrtheit und ihre Freiheit riskieren.