Optimierungszwang und Diskriminierung im Hochleistungssport ist Thema der Podiumsdiskussion „Köper-Kriege“ am 19. Mai. Im internationalen Spitzensport des 20. Jahrhunderts wurden Athletinnen und Athleten politisch und körperlich zum Zwecke der Staatsräson instrumentalisiert – insbesondere im Nationalsozialismus, aber auch in der Zeit des Kalten Krieges. Frauen waren dabei stets besonders vulnerabel: Seit Mitte der 1960er Jahre mussten sich Athletinnen im männlich regierten Sport demütigenden „Geschlechtertests“ unterziehen. Angehörigen des dritten Geschlechts wurde und wird mitunter bis heute Betrug unterstellt.

Über Diskriminierung, Doping und die Geschichte des Strebens nach Selbstbestimmung diskutieren die frühere Weltklasse-Schwimmerin Renate Vogel, die ehemalige DDR-Leistungssportlerin Ariane Speckhahn, heute im Vorstand der Doping-Opfer-Hilfe, der Sportjournalist Ronny Blaschke und der Sporthistoriker Berno Bahro. Die Historikerin Jutta Braun (Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam) führt in das Thema ein. Die Historikerin Annette Schuhmann moderiert das Gespräch. Es ist die zweite Veranstaltung der Reihe „Im Lauf durch die Epochen: Sport und Systemwechsel im 20. Jahrhundert“ des Leibniz-Zentrums für Zeithistorische Forschung, des Zentrums deutsche Sportgeschichte Berlin und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

Die Veranstaltung findet unter Berücksichtigung der aktuell geltenden Hygieneregeln statt, die Plätze sind begrenzt. Eine Teilnahme vor Ort ist nur nach Voranmeldung an buero@bundesstiftung-aufarbeitung.de möglich. Es besteht die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nase-Schutzes.

Zudem wird die Veranstaltung live im Internet übertragen und steht im Anschluss als Videopodcast zur Verfügung: https://www.youtube.com/watch?v=2shI2YVVAUg

Zuschauerinnen und Zuschauer sind während der Veranstaltung herzlich eingeladen, ihre Fragen über den YouTube-Chat oder über die E-Mail-Adresse veranstaltungen@bundesstiftung-aufarbeitung.de einzubringen.

 

Online-Podiumsdiskussion: Körper-Kriege: Diskriminierung und Optimierungszwang im Spitzensport

Veranstalter: Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung, Zentrum deutsche Sportgeschichte Berlin, Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

19. Mai 2022 | 18 Uhr

Livestream: https://www.youtube.com/watch?v=2shI2YVVAUg