„Zu wandeln die Zeiten“ hat Markus Meckel seine Erinnerungen genannt, über die er am 10. September um 18:00 Uhr in der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur in Berlin sprechen wird. 30 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung blickt der ehemalige Pfarrer und letzte DDR-Außenminister Meckel zurück auf einen historisch einzigartigen Prozess, der Deutschland, Europa und die Welt verändert hat.

Meckel reflektiert seine Zeit als eine der zentralen Figuren der Oppositionsbewegung in der DDR, als Akteur der Friedlichen Revolution 1989 sowie als Gestalter des Prozesses zur deutschen Einheit. Gemeinsam mit Martin Gutzeit initiierte er die Gründung der Sozialdemokratischen Partei in der DDR und vertrat sie am Zentralen Runden Tisch. Nach den ersten freien Volkskammerwahlen im März 1990 verhandelte er als DDR-Außenminister den Zwei-plus-Vier-Vertrag und ebnete damit den Weg zur deutschen Einheit. Der langjährige Bundestagsabgeordnete und Außenpolitiker engagiert sich bis heute aktiv für eine gesamteuropäische Erinnerung an die kommunistischen Diktaturen des 20. Jahrhunderts, nicht zuletzt als Ratsvorsitzender der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

Bei der Buchvorstellung am 10. September spricht Markus Meckel mit der stellvertretenden SPD-Bundesvorsitzenden Klara Geywitz und dem früheren Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland Nikolaus Schneider. Moderiert wird das Gespräch von Jörg von Bilavsky (Bundesstiftung Aufarbeitung). Rainer Eppelmann rundet die Buchpräsentation mit seinen Schlussbetrachtungen ab.

Die Diskussion wird auf dem YouTube-Kanal der Bundesstiftung Aufarbeitung als Livestream übertragen. Via E-Mail (veranstaltungen@bundesstiftung-aufarbeitung.de) und YouTube-Chat können die Zuschauerinnen und Zuschauer an der Diskussion teilnehmen.

Markus Meckel: Zu wandeln die Zeiten. Erinnerungen. Evangelische Verlagsanstalt, Leipzig 2020.
512 S. mit Abb., 29,80 Euro.

Buchpräsentation – Markus Meckel: „Zu wandeln die Zeiten“

10. September 2020 | 18:00 Uhr

Der Livestream wird auf dem YouTube-Kanal der Bundesstiftung Aufarbeitung übertragen und kann später als Videopodcast abgerufen werden: www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/livestream