Siebte Veranstaltung der Reihe „Transitional Justice“

Die westeuropäischen Diktaturen in Spanien, Portugal und Griechenland nach 1945 sind Thema der siebten Online-Diskussion in der Reihe „Transitional Justice“ am 25. Januar. Sie gelten heute als vergessene Diktaturen. Trotz einer raschen Entwicklung zu stabilen Demokratien und der Aufnahme in die Europäische Gemeinschaft fand eine kritische Auseinandersetzung mit der eigenen Vergangenheit in diesen Ländern nur vereinzelt statt.

Welche Auswirkungen hat das jahrelange Schweigen über die Diktaturen bis heute? Vor welchen Herausforderungen und Aufgaben standen und stehen die postdiktatorischen Gesellschaften in Westeuropa? Besteht ein Zusammenhang zwischen der fehlenden gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit der Vergangenheit und dem erstarken populistischer und europaskeptischer Bewegungen? Diese Fragen diskutieren die Historiker Luís Farinha (Lissabon), Gutmaro Gómez Bravo (Universität Complutense Madrid) und Adamantios Skordos (Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa) im Livestream. Die Journalistin Tamina Kutscher (dekoder.org) moderiert das Gespräch.

Die Podiumsdiskussion „Ohne Geschichte? Verdrängung der Vergangenheit in Spanien, Portugal und Griechenland“ ist der siebte Teil der Veranstaltungsreihe „Transitional Justice“ der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und dem Beauftragten der Bundesregierung für Ostdeutschland. Die zehnteilige Reihe behandelt anhand ausgewählter Länderbeispiele verschiedene Aspekte gesellschaftlicher und rechtlicher Aufarbeitungsprozesse nach Systemumbrüchen und betrachtet Erinnerungskultur und -politik im jeweiligen nationalen Kontext. Weitere Veranstaltungen im Jahr 2022 thematisieren Transitional Justice in Südamerika und Afrika.

Online-Podiumsdiskussion: Ohne Geschichte? Verdrängung der Vergangenheit in Spanien, Portugal und Griechenland

25. Januar 2021 | 18:00 Uhr

Livestream auf Deutsch unter: https://youtu.be/R2LdyPLf0pQ

Livestream auf Englisch unter: https://youtu.be/PmAXb1ps1xE

Die Diskussion wird auf Deutsch und auf Englisch geführt, simultan übersetzt und auf zwei Livestreams in deutscher und englischer Sprache übertragen. Während der Veranstaltung können Zuschauer live Fragen stellen, direkt im YouTube-Chat oder per Email an die Adresse veranstaltungen@bundesstiftung-aufarbeitung.de.