Am 27. Mai 2004 wird die Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur das Archiv des Brüsewitz-Zentrums e.V. in ihre Obhut nehmen.

Die Unterlagen von und über Pfarrer Oskar Brüsewitz, der sich 1976 aus Protest gegen die kirchenfeindliche Politik des SED-Staates in Zeitz öffentlich verbrannte, werden künftig der Öffentlichkeit zugänglich sein, auch über das Internet.

Die offizielle Übergabe des Archivs an den Vorstandsvorsitzender der Stiftung Aufarbeitung, Rainer Eppelmann, MdB wird durch den Vorsitzenden des Brüsewitz-Zentrums, Prof. Dr. Wolfgang Stock, am 27. Mai 2004, 19.00 Uhr in der Vertretung des Freistaats Thüringen beim Bund, Mohrenstr. 64, 10117 Berlin, erfolgen.

Das Brüsewitz-Zentrum und die Stiftung Aufarbeitung werden die Unterlagen gemeinsam nutzen, um das vom politischen und religiösen Widerstand gegen den SED-Staat geprägte Leben des unbequemen Pfarrers Oskar Brüsewitz bekannt zu machen und öffentlich zur Geltung zu bringen.

Es handelt sich bei dem Archiv um etwa 10 Umzugs-Kartons mit Unterlagen von und über Pfarrer Brüsewitz, sowie um einen sehr umfangreichen Satz von Kopien der Akten des früheren Ministeriums für Staatssicherheit, in denen die Zersetzungsarbeit gegen den mutigen Pfarrer sowie seine Unterstützer in Ost und West minutiös beschrieben ist. Außerdem enthält die Sammlung alle Archivalien zur Tätigkeit des Brüsewitz-Zentrums (Bad Oeynhausen und Bonn) sowie viele Fotografien zu Brüsewitz.

Die Unterlagen werden künftig in Archivräumen der Stiftung Aufarbeitung, Otto-Braun-Str. 70-72, 10178 Berlin, aufbewahrt, erschlossen, gesichert, konservatorisch betreut. Mit Blick auf den 30. Todestag von Oskar Brüsewitz im Jahr 2006 werden die wichtigsten Unterlagen und Bilder der Öffentlichkeit auch über die Homepage der Stiftung (www.stiftung-aufarbeitung.de) zugänglich gemacht.

Brüsewitz-Zentrum e.V.
Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Rückfragen an:
Dr. Matthias Buchholz
Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Otto-Braun-Str. 70-72
10178 Berlin
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Fax. 030/ 2324-7210
m.buchholz@stiftung-aufarbeitung.de

Berlin, 25. Mai 2004