In den Jahren 2023 und 2024 wird die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur mit einem eigenen Förderschwerpunkt Projekte unterstützen, die an die unterschiedlichen Formen von Protest, Aufbegehren und Aufständen gegen autoritäre Herrschaft und Diktaturen erinnern.

„Ausgehend von der bis dahin größten Erhebung im kommunistischen Machtbereich um den 17. Juni 1953 wollen wir besonders Projekte fördern, die sich mit dem Protest und dem Aufbegehren gegen autoritäre Herrschaft und Diktaturen auseinandersetzen. Es ist uns besonders wichtig zu vermitteln, wie viel Mut und Zivilcourage die Menschen aufgebracht haben, die sich zu allen Zeiten für Freiheit und gegen Unterdrückungsmechanismen eingesetzt haben“, sagte die Direktorin der Bundesstiftung Aufarbeitung Anna Kaminsky.

Der Förderschwerpunkt der Bundesstiftung Aufarbeitung nimmt das Thema sowohl national als auch im internationalen Vergleich in den Blick. Er umfasst einerseits die verschiedenen Formen des Widerstands gegen die kommunistischen Diktaturen nach 1945 wie etwa den Volksaufstand vom 17. Juni 1953 in der DDR, die ungarische Revolution 1956, den „Prager Frühling“ 1968 oder die Solidarność-Bewegung in Polen 1980. Andererseits bieten das Aufbegehren und die Proteste gegen die Militärdiktaturen in Lateinamerika oder in Portugal, Griechenland und Spanien ebenso einen thematischen Ansatz wie die Erhebungen im ehemaligen Ostblock 1989/91, in China 1989 oder die Aufstände der jüngeren Vergangenheit („Arabischer Frühling“).

Anträge für 2023 können bei der Bundesstiftung Aufarbeitung bis zum 30. Juni 2022 (bei einer Fördersumme von 50.000 Euro und mehr) oder bis zum 31. August 2022 (bei einer Fördersumme unter 50.000 Euro) eingereicht werden.

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