Der neue Taschenkalender der Stiftung Aufarbeitung für das Jahr 2005 ist erschienen. Bereits zum dritten Mal wird mit diesem Geschichtskalender Tag für Tag an Ereignisse zur Geschichte der DDR, der deutschen Teilung und Osteuropas erinnert.Unter der Leitidee "Erinnerung als Auftrag" liegt dieses Mal - 15 Jahre nach Erlangung der deutschen Einheit - der Schwerpunkt auf dem Einigungsprozess. 1989/90 lehnten sich in allen kommunistischen Staaten Ost- und Mitteleuropas die Menschen gegen die Regimes auf. Auch in der DDR überschlugen sich die Ereignisse - aus den Rufen "Wir sind das Volk!" wurde "Wir sind ein Volk!".Es wird jedoch auch an länger zurückliegende Ereignisse erinnert - beispielsweise an den 60. Jahrestag des Kriegsendes und der Nazi-Herrschaft. Und es wird daran erinnert, dass vor 40 Jahren das "Kahlschlag-Plenum" des ZK der SED stattfand, welches das Ende einer offenen Jugend- und Kulturpolitik in der DDR bedeutete. Vor 30 Jahren wurde die KSZE-Schlussakte von Helsinki unterzeichnet. Daneben wird aber auch an viele andere Geschehnisse zu Widerstand und Opposition in der DDR und Osteuropa erinnert.Der Geschichtskalender kann zwar kein Geschichtsbuch ersetzen - aber dem Vergessen entgegenwirken und neugierig machen - neugierig auf die jüngere deutsche und osteuropäische Geschichte. Vielleicht dient dann dieser Kalender auch als Anregung, sich tiefer mit diesen Themen zu beschäftigen. Für Multiplikatoren der politischen Bildungsarbeit, für Journalisten und jeden historisch Interessierten ist er jedenfalls eine Fundgrube für viele "kleine" und "große" Ereignisse in der Geschichte. Der Taschenkalender kann gegen eine Schutzgebühr von 5 Euro in Briefmarken bei der Stiftung Aufarbeitung, Taschenkalender 2005, Otto-Braun-Straße 70-72, 10178 Berlin, bestellt werden.

Berlin, 27. Oktober 2004