Dass an Elbe, Saale und Unstrut hochwertige Weine gekeltert werden, dürfte sich bereits im gesamten Bundesgebiet herumgesprochen haben. Doch dass zum 30. Jahrestag der deutschen Einheit die Weingüter Pawis aus dem sachsen-anhaltinischen Freyburg und Spreitzer aus dem hessischen Oestrich-Winkel gemeinsam einen „Einheitswein“ produziert haben, dürfte nicht ganz so bekannt sein. Aus ihren Reben haben die Partner einen Cuvée-Wein hergestellt, der das Zusammenwachsen von Ost- und Westdeutschland symbolisieren soll. Das Etikett des Rieslings ziert das thematisch passende Gemälde „Einheit“ des Künstlers Michael Apitz.

Insbesondere die Biographien der Winzer regen zu den Fragen an, unter welchen Bedingungen in der DDR Wein angebaut werden konnte, wieviel und für wen produziert wurde und welche Chancen und Risiken sich nach 1989/90 für Winzer in Ostdeutschland ergaben. Wie gestaltete sich der Neuanfang unter marktwirtschaftlichen Bedingungen, welche Erfahrungen haben ost- und westdeutsche Winzer miteinander ausgetauscht?

Darüber sprechen in unserer Veranstaltung „Weinbau in Ostdeutschland – Ist zusammengewachsen, was zusammengehört?“ am Donnerstag, den 3.12.2020 von 18:00 bis 19:00 Uhr der aus Freyburg stammende Prädikatswinzer Bernhard Pawis und Georg Prinz zur Lippe, der nach dem Mauerfall aus Westdeutschland kommend in Sachsen das Spitzenweingut Schloss Proschwitz aufgebaut hat.

Die Diskussion wird als Livestream auf dem YouTube-Kanal der Bundesstiftung Aufarbeitung übertragen (www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/de/livestream) und steht für Zuschauerfragen offen. Entweder direkt im YouTube-Chat oder per Mail an veranstaltungen@bundesstiftung-aufarbeitung.de

 

Online-Gespräch: Weinbau in Ostdeutschland – Ist zusammengewachsen, was zusammengehört?

3. Dezember 2020 | 18:00 Uhr

www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/de/livestream