Ob in Australien, Asien oder Afrika – auf allen bewohnten Kontinenten der Erde erinnern heute Segmente der Berliner Mauer an die Überwindung von Teilung und Diktatur in der Friedlichen Revolution von 1989 und entfalten in jedem Land ihre eigene Symbolkraft. 170 Mauerdenkmäler dokumentiert das reich bebilderte Buch „Die Berliner Mauer in der Welt“. Am 21. Juli 2021 erscheint es in mittlerweile dritter, überarbeiteter Auflage.

Die Autoren haben für das Buch die weltweit verstreuten Mauerteile ausfindig gemacht und die Geschichten dahinter festgehalten. Sie wurden fündig bei den Gedenkbibliotheken der US-Präsidenten, im Vatikan und vielen Hauptstädten der Erde, aber auch an ungewöhnlichen Orten, etwa der Herrentoilette eines Casinos in Las Vegas. Im australischen Bundesstaat New South Wales stand ein Mauerteil 28 Jahre lang unbeachtet unter dem Vordach eines Lagerhauses, bis es wiederentdeckt wurde. Seit November 2019 erinnert es vor dem Goethe-Institut in einem Vorort von Sydney an die deutsche Teilung.

Einführungstexte der Herausgeberin Anna Kaminsky, des Direktors der Stiftung Berliner Mauer, Axel Klausmeier, oder der brandenburgischen Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der kommunistischen Diktatur, Maria Nooke, informieren über die deutsche Teilung sowie über die Erinnerung an die Berliner Mauer seit 1990.

Anna Kaminsky (Hg.): Die Berliner Mauer in der Welt, 3., überarb. Auflage, Berlin Story Verlag, Berlin 2021, 19,95 EUR.

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