Projektträger: Leibniz-Institut für Europäische Geschichte (IEG), Mainz

Staatssekretär Hans Misselwitz im Interview
Staatssekretär Hans Misselwitz, © Katharina Kunter und IEG Mainz

Nach den Volkskammerwahlen wurde am 12. April 1990 die letzte und einzige demokratisch gewählte Regierung der DDR unter Ministerpräsident Lothar de Maizière vereidigt. Ihr Ziel war die Verhandlung und Erarbeitung der innen- und außenpolitischen Rahmenbedingen für den Beitritt der DDR zur Bundesrepublik.

Dazu wurden 22 Ministerien neu gebildet bzw. umstrukturiert. Jedes Ministerium hatte mindestens einen, meistens aber mehrere Staatssekretäre oder parlamentarische Staatssekretäre, die allerdings der Öffentlichkeit kaum als politische Akteure des politischen Transformationsprozesses der DDR bewusst sind.

Dr. Katharina Kunter beim Zeitzeugengespräch mit Hans Misselwitz, Staatssekretär im Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten, im Interview
Dr. Katharina Kunter beim Zeitzeugengespräch mit Hans Misselwitz, Staatssekretär im Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten, © Katharina Kunter und IEG Mainz

Um hier wichtige Quellen zu sichern, wurden im Rahmen des Projektes fünf ausführliche Zeitzeugeninterviews mit fünf Staatssekretären der letzten DDR-Regierung geführt. Die Interviews wurden, coronabedingt zeitlich verzögert, von Dr. Katharina Kunter in Kooperation mit Michael Günter von Mind in Motion durchgeführt, als Zeitzeugeninterviews im Video aufgenommen und transkribiert. Eine wissenschaftliche Veröffentlichung ist für den Herbst 2021 geplant. Interviewt wurden:

1) Hans Misselwitz, Parlamentarischer Staatssekretär im Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten

2) Dr. Helmut Domke, Staatssekretär im Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten

3) Dr. Petra Erler, Staatssekretärin im Amt des Ministerpräsidenten

4) Almuth Berger, Staatssekretärin im Amt des Ministerpräsidenten

5) Helga Kreft, Staatssekretärin im Familien- und Frauenministerium

Die öffentliche Abschlussveranstaltung mit den genannten Staatssekretären, bei der auch eine Zusammenfassung der Zeitzeugeninterviews gezeigt werden soll, wurde auf den 30. September 2021 verschoben. Sie wird in der Bundesstiftung Aufarbeitung stattfinden.