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Dossier
Im Herbst 2016 jährte sich die ungarische Revolution zum 60. Mal. Sie zählt zu den wichtigsten Erhebungen gegen die kommunistischen Diktaturen hinter dem Eisernen Vorhang. Wie zuvor der Volksaufstand vom 17. Juni 1953 in der DDR und später der „Prager Frühling“ 1968 in der Tschechoslowakei, wurde auch die Revolution in Ungarn durch das brutale Eingreifen des sowjetischen Militärs gewaltsam niedergeschlagen.
Opposition und Widerstand
Dossier
Mit dem "Prager Frühling" verbindet man vor allem seine gewaltsame Niederschlagung im August 1968. Damit endete die Reformbewegung, die Monate zuvor in der damaligen Tschechoslowakei begonnen hatte. Viele Bürger unterstützten die Forderungen nach einem "Sozialismus mit menschlichem Antlitz". Mit dem Einmarsch der Truppen aus "sozialistischen Bruderstaaten" 1968 wurden ihre Hoffnungen jedoch zerschlagen.
Opposition und Widerstand
Prager Frühling
Dossier
Am 17. Juni 1953 gingen rund eine Million Menschen in mehr als 700 Städten und Gemeinden in der DDR auf die Straße, um gegen die miserablen Lebens- und Arbeitsbedingungen zu demonstrieren. Der Volksaufstand markiert kaum vier Jahre nach der Gründung der DDR die erste große Erhebung gegen ein kommunistisches Regime nach dem Zweiten Weltkrieg. Der Aufstand wurde durch sowjetische Panzer mit Waffengewalt niedergeschlagen. Nach unterschiedlichen Schätzungen wurden zwischen 50 und 125 Menschen, Demonstranten und Unbeteiligte, am 17. Juni in Ostberlin und in der DDR von sowjetischen Soldaten und der Volkspolizei der DDR erschossen.
17. Juni 1953
Opposition und Widerstand
Dossier
Die Solidarność war weit mehr als eine polnische Gewerkschaft. Sie war eine Bewegung, die das ganze Land erfasste und in der sich das Streben der Polen nach Demokratie und Freiheit ausdrückte. Sie entstand im September 1980 als Ergebnis der Auguststreiks und der Danziger Vereinbarung zwischen den Streikenden und der polnischen Regierung. Ihre Mitgliederzahl wuchs schnell auf fast 10 Millionen an. Nach der Einführung des Kriegsrechts in Polen im Dezember 1981 wurde die Solidarność verboten und agierte im Untergrund weiter. 1989 wurde sie wieder zugelassen und handelte mit der kommunistischen Regierung am Runden Tisch den Übergang Polens in eine parlamentarische Demokratie aus. Der polnische Runde Tisch wurde zum Modell für den gewaltfreien Machtwechsel in Mittel- und Osteuropa.
Solidarnosc
Ostmitteleuropa
#RevolutionTransformation
Opposition und Widerstand
Dossier
Zwischen 1918 und 1945 kamen Tausende Emigranten aus vielen europäischen und asiatischen Ländern nach Russland und die am 30. Dezember 1922 gegründete Sowjetunion. Dazu zählten zahlreiche Fachleute, die halfen, den noch jungen kommunistischen Staates mit aufzubauen. Sie erhofften sich eine neue berufliche wie private Zukunft. Gleiches galt für die politischen Flüchtlinge, die sich in der Sowjetunion nun in Sicherheit vor weiterer Verfolgung wähnten. Darunter waren insbesondere nach 1933 und der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten Emigranten aus Deutschland, die etwa als Sozialdemokraten oder Kommunisten ihre Heimat verlassen mussten. Gewerkschaften und alle anderen politischen Parteien außer der NSDAP wurden verboten und ihre Mitglieder in den Untergrund bzw. in die Emigration getrieben. Die Kommunistische Partei Deutschlands, die 1919 gegründet worden war, gehörte der in Moskau ansässigen und 1919 von Lenin gegründeten Kommunistischen Internationale an. Der Komintern genannte Zusammenschluss kommunistischer Parteien zielte auf die proletarische Weltrevolution. Während des „Großen Terrors“ (1936 bis 1938) wurden Tausende in die Sowjetunion geflüchteten Kommunisten, aber auch Gewerkschafter, Sozialdemokraten, Künstler und Intellektuelle verhaftet und unter irrwitzigen Vorwänden erschossen oder in die Lager des GULAG deportiert. Insbesondere nach der Unterzeichnung des Hitler-Stalin-Paktes vom August 1939 und dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion im Juni 1941 wurden zahlreiche Deutsche, die sich in die Sowjetunion geflüchtet hatten, zudem an das nationalsozialistische Deutschland ausgeliefert.
Kommunismus
Gulag
Repression und Haft
Dossier
Mit den Jahren 1989/90 verbindet sich eine historische Zäsur – mit nachhaltigen Wirkungen für Deutschland und für die Welt. Die Oppositionsbewegungen in den sozialistischen Ländern und die Öffnung der Grenze, die Europa über Jahrzehnte geteilt hatte, läuteten das Ende der Systemkonfrontation des Kalten Krieges ein. Mit der Wiedervereinigung mussten die beiden deutschen Staaten Kompromisse finden und die Gesellschaft sich an die neuen Umstände gewöhnen. Diese Transformationsphase forderte schwierige Entscheidungen auf beiden Seiten. Bis heute wird dieser Prozess viel diskutiert.
#RevolutionTransformation
Opposition und Widerstand