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Podiumsdiskussion | Berlin
Ort der Veranstaltung

Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Kronenstraße 5
10117 Berlin

In der DDR hatten Frauen scheinbar gute Voraussetzungen für eine selbstbestimmte Familienplanung: Der Staat sorgte für sichere Arbeitsplätze und eine flächendeckende Kinderbetreuung; hinzu kamen sozialpolitische Maßnahmen wie das Babyjahr, das Kindergeld oder der „Haushaltstag“. Trotz dieser Rahmenbedingungen, die – zeitgemäß formuliert – auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zielten, war die Scheidungsrate in der DDR eine der höchsten der Welt – eine Tatsache, die sich nicht allein mit dem recht unproblematischen Verfahren erklären lässt. Viele ostdeutsche Frauen berichteten vielmehr rückblickend davon, wie schwierig es gewesen sei, der Familie gerecht zu werden – und führten als Hauptgrund die Kluft zwischen dem propagierten Frauenbild und der Alltagswirklichkeit an. Dazu gehörte auch, dass Frauen, obgleich formal gleichberechtigt, im Arbeitsleben benachteiligt wurden – jedenfalls waren sie, der Tendenz nach, umso höher die Hierarchiestufe desto weniger repräsentiert. Dennoch wird die Lage der Frauen in der DDR auch heute noch verklärt. Dementsprechend stellt sich die Frage nach der Rolle und Lebenswirklichkeit der Frauen im SED-Staat, aus der es die Veränderungen in der Umbruchzeit und die bis in die gesamtdeutsche Gesellschaft hineinreichenden Wirkungen zu ergründen gilt.

Livestream

Die Veranstaltungen der Reihe "Zukunftswerkstatt Einheit" werden live übertragen: www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/livestream

Veranstaltungsreihe „Zukunftswerkstatt Einheit“

Mit der Wiedervereinigung vor mehr als drei Jahrzehnten galt es, die beiden völlig unterschiedlichen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Systeme zusammenzuführen. Das Leben vieler Menschen änderte sich grundlegend – vor allem in Ostdeutschland, aber auch im Westen. Die Zeit des Wandels wirkt bis heute nach und prägt vielfach den Blick auf das vereinigte Deutschland.

Die Veranstaltungsreihe »Zukunftswerkstatt Einheit« betrachtet die Transformation seit Anfang der 1990er-Jahre in ihrer ganzen Vielfalt und stellt vor allem die konkreten Erlebnisse der Menschen zwischen Neubeginn und Veränderungen, zwischen Hoffnungen und Enttäuschungen in den Mittelpunkt. In sechs Gesprächsrunden wird zudem danach gefragt, wie die historischen Erfahrungen für die Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft genutzt werden können.

Veranstaltungsflyer mit allen Terminen

Veranstalter
Bundesstiftung Aufarbeitung
Deutsche Gesellschaft e.V.
Thema
#RevolutionTransformation
Deutsche Einheit
Frauen
Kontakt

Dr. Lars Lüdicke

Deutsche Gesellschaft e.V.

E-Mail: lars.luedicke@deutsche-gesellschaft-ev.de

Tel.: 030 88412 203

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