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Öffentlicher Vortrag | Berlin
Ort der Veranstaltung

Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Die Vortragsreihe wird live ins Internet übertragen, je nach Entwicklung der Corona-Pandemie ggf. auch vor Ort stattfinden
Kronenstraße 5
10117 Berlin

Beschreibung

Bei der Privatisierung der ostdeutschen Industriebetriebe spielte die Treuhandanstalt die Hauptrolle, während die Bundesregierung stets im Hintergrund blieb. Die Privatisierungsbehörde agierte jedoch nicht losgelöst von staatlichen und politischen Instanzen. Die Tätigkeit der Treuhand vollzog sich nicht nur im Umfeld von öffentlichen Debatten, sondern maßgeblich unter dem Einfluss der Wirtschaftspolitik der Bundesregierung. Das Thema des Vortrages zielt deshalb auf das Zusammenspiel zwischen der Treuhandzentrale in Berlin und dem Bundesfinanzministerium bzw. dem Bundeswirtschaftsministerium sowie dem Bundeskanzleramt in Bonn. Dabei werden die Spannungen und Kontroversen zwischen diesen Akteuren im Mittelpunkt stehen.

Vortrag von Dr. Andreas Malycha im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Die überforderte Behörde. Neue Forschungen zur Treuhandanstalt“

Referent

Dr. Andreas Malycha ist seit 2010 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Zeitgeschichte München – Berlin (Abteilung Berlin). Aktuelles Forschungsprojekt: „Vom Hoffnungsträger zum Prügelknaben. Die Treuhandanstalt zwischen wirtschaftlichen Erwartungen und politischen Zwängen (1989-1994)“. Wichtigste Publikationen: Die SED. Geschichte ihrer Stalinisierung 1946-1953, Paderborn 2000; Die SED in der Ära Honecker. Machtstrukturen, Entscheidungsmechanismen und Konfliktfelder in der Staatspartei 1971 bis 1989, München 2014.

Dr. Andreas Malycha

 

Der Eintritt ist frei und ohne Anmeldung möglich. Mit Ihrer Teilnahme erklären Sie sich mit der audiovisuellen Dokumentation und Verbreitung der Veranstaltung u. a. im Internet unwiderruflich einverstanden.

Veranstalter
Bundesstiftung Aufarbeitung
Institut für Zeitgeschichte München-Berlin
Thema
Deutsche Einheit
Transformation
Wirtschaft