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Podiumsdiskussion | Berlin
Ort der Veranstaltung

Stiftung Berliner Mauer - Besucherzentrum, Gedenkstätte Berliner Mauer
Bernauer Straße 119
13355 Berlin

Mitten im Kalten Krieg fand 1973 in Helsinki die Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE) statt, mit Vertretern von 35 Staaten, sowohl der NATO als auch des Warschauer Vertrages. Trotz schier unüberwindbarer politischer Gegensätze trafen sich in einer Phase der neuen deutschen Ost- und Entspannungspolitik Regierungen beider Machtblöcke zu Verhandlungen mit dem Ziel auf Verständigung, später als "Geist von Helsinki" benannt.

Die Schlussakte der KSZE, am 1. August 1975 von allen Regierungschefs in Helsinki unterzeichnet, schaffte auf der einen Seite eine Art "Anerkennung der Machtbereiche" in Europa und damit vermeintlich eine politische Stärkung der Länder des „Ostblocks“. Andererseits war sie entscheidend für die Gründung und Stärkung von oppositionellen Gruppen in Osteuropa, wie Solidarność in Polen, Charta 77 in der ČSSR oder der „Initiative für Frieden und Menschenrechte“ in der DDR, was zur Auflösung des kommunistischen Machtbereiches in Europa entscheidend beitrug. Der 1. August 1975 war der Anfang vom Ende des Ostblocks. Nur 14 Jahre später fielen in Europa die Grenzen.

Podium

Dr. Nadja Douglas, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien (ZOiS) & Stiftung Wissenschaft und Politik

Wolfgang Templin, Zeitzeuge, Publizist & Osteuropaexperte

Dr. Henrik Bispinck, Historiker & Vorsitzender des Fördervereins Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde

Moderation: Nils Busch-Petersen, Mitglied im Förderverein der Gedenkstätte Berliner Mauer

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Reihe Leben in Diktaturen des Fördervereins Gedenkstätte Berliner Mauer statt.

Veranstalter
Stiftung Berliner Mauer
Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien (ZOiS)
Förderverein Gedenkstätte Berliner Mauer
Förderverein Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde