Hendrik Bussiek

1944 geboren, Studium der Sozialwissenschaften, seit 1969 freier Reporter für Radiosender, ab 1972 Zeitfunk-Redakteur beim Süddeutschen Rundfunk, ab 1975 Chef der von ihm entwickelten Jugendsendung POINT. Das Programm war den Sender-Oberen und der konservativen Landesregierung bald zu aufmüpfig. Trotz Unterstützung von einer breiten Hörerinitiative wurde Bussiek 1977 als freier Mitarbeiter für West-Berlin und die DDR nach Berlin weggelobt. Von dort arbeitete er als DDR-Reisekorrespondent für fast alle ARD Radioanstalten. Im Fischer Verlag veröffentlichte Bussiek damals zwei Bücher über den DDR-Alltag, die bis heute lesenswert sind. Seit 1985 ist er Berater und Unterstützer von Medienprojekten für die Friedrich Ebert-Stiftung, zunächst im Südpazifik von Fiji aus, dann in Afrika (Harare) Seit 1995 ist er selbständiger Medienberater anfangs mit Sitz in Kapstadt, seit 2012 in Berlin.
Hendrik Bussiek

Peter Pragal

1939 in Breslau geboren, wuchs nach Flucht und Vertreibung im Siegerland, im südlichen Westfalen auf. Nach dem Abitur Studium der Publizistik und Politologie in Münster und München. Von 1964 bis 1965 Besuch der Deutschen Journalistenschule München. Ab 1. Oktober 1965 Redaktionsmitglied der Süddeutschen Zeitung. Von März 1974 bis Februar 1979 DDR-Korrespondent der SZ mit Familienwohnsitz in Ost-Berlin. Zum 1. März 1979 Wechsel zum Magazin STERN als Korrespondent und Büroleiter in Bonn. Von November 1983 bis Februar 1991 erneut Korrespondent in Ost-Berlin. Zugleich zuständig für die Berichterstattung aus der Tschechoslowakei, Ungarn, Bulgarien und Rumänien. März 1991 Wechsel zur Berliner Zeitung. Politischer Korrespondent bis Juni 2004. Seither freier Journalist und Sachbuchautor in Berlin.
Peter Pragal im Januar 1979 vor dem SZ-Redaktionsbüro in der Clara Zetkin-Straße 89 in Ost-Berlin.

Harald Schmitt

1948 in Mayen geboren, begann seine Karriere mit einer Ausbildung zum Fotografengehilfe in Trier. Nach einem kurzen Zwischenspiel bei der »Trierischen Landeszeitung«, arbeitete Schmitt drei Jahre als Sportfotograf bei der Agentur Frinke in München, dann bei Sven Simon. Von 1977 bis 2012 war Schmitt fest angestellter stern-Fotoreporter. Die ersten sechs Jahre arbeitete er als akkreditierter Journalist in der ehemaligen DDR, wo er unter anderem auch die ersten Friedensdemonstrationen in Dresden und Jena sowie die erste Oppositionswelle in Ost-Berlin miterlebte. Heute lebt Harald Schmitt in Hamburg, arbeitet weiter als Fotograf und macht Ausstellungen. In seiner langjährigen Tätigkeit für den stern produzierte er Fotoreportagen aus bisher mehr als 140 Ländern, von denen viele mit international anerkannten Preisen ausgezeichnet wurden.
Der stern-Fotoreporter Harald Schmitt auf Alexanderplatz in Ost-Berlin im August 1978

Dietmar Schulz

1943 in Breslau geboren. Volontariat beim "Westfalen-Blatt" in Bielefeld und Redakteur beim "Kölner Stadt-Anzeiger" in Köln. Von 1973 bis 1979 erster dpa-Korrespondent in der DDR. Die ihm dort zugeteilte Wohnung lag in einem Plattenbau in der Frankfurter Allee mit Blick auf die Stasi-Zentrale. 1979 ging Schulz für die dpa nach Peking, wo er von 1984 bis 1988 als Korrespondent im neu eingerichteten ZDF-Studio Peking tätig war. 1988 bis 1994 Redakteur beim heute journal. Dort richtete er sein besonderes Augenmerk auf den Golf-Krieg und den Jugoslawien-Konflikt. 1994 übernahm Schulz die Leitung des ZDF-Studios Tel Aviv, bis er von 2002 bis 2008 als Redakteur in der Hauptredaktion Außenpolitik der ZDF-Zentrale den Schwerpunkt Nahost und Asien übernahm
Dietmar Schulz mit seinem DDR-Presseausweis vor dem Eingang eines Gebäudes in der Clara-Zetkin-Straße Nr. 97 in Ost-Berlin, in dem sich das dpa-Korrespondentenbüro befand.

Dr. Monika Zimmermann

1949 in Diepholz geboren, Studium u.a. der Geschichte, Promotion bei Fritz Fischer. Volontariat beim Göttinger Tageblatt. Ab 1979 Feuilleton-Redakteurin bei der Frankfurter Allgemeine Zeitung. Zimmermann ging 1987 von Frankfurt/M nach Ost-Berlin, um für die FAZ aus der DDR zu berichten. Hier erlebte sie die Wende hautnah mit. Nach der Wiedervereinigung blieb sie dem Osten treu, wurde Chefredakteurin der ehemaligen DDR-Zeitung „Neue Zeit“. Nach Zwischenstationen in Hamm und München, ging sie zurück in den Osten, wurde Chefredakteurin der „Mitteldeutschen Zeitung“ in Halle. 2006 folgte sie dem Ruf von Ministerpräsident Wolfgang Böhmer und diente ihm bis 2011 als Regierungssprecherin in Magdeburg. Anschließend wechselte sie in die Staatskanzlei nach Dresden. Seit 2014 lebt sie wieder in Berlin und ist als Buchautorin tätig.
Dr. Monika Zimmermann