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Lehrerfortbildung | Hamburg
Ort der Veranstaltung

Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung
Felix-Dahn-Straße 3 und Weidenstieg 29
20357 Hamburg

Die "kleine Fachtagung" in Kooperation mit der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur diskutiert 30 Jahre nach der Friedlichen Revolution und der deutschen Einheit, wie innovativer Unterricht zur DDR-Geschichte gestaltet werden kann.

In einem ersten Impuls (Katharina Hochmuth, Berlin) wird im Plenum nach der Einordnung und Bewertung der Umbrüche von 1989/90 aus heutiger Perspektive gefragt. Das rein positive Narrativ einer friedlichen Umwälzung, die von engagierten Menschen getragen wurde und in ein vereintes freiheitlich-demokratisches Deutschland führte, wird heute vielfach kritisch hinterfragt und neu eingeordnet. Dabei steht insbesondere der Transformationsprozess in den 1990er-Jahren bis heute im Mittelpunkt.

Wie kann es einerseits gelingen die Errungenschaften und Leistungen der Oppositionellen und Demonstranten von 1989 zu würdigen und ihre Geschichten zu erzählen und andererseits einen kritischen Blick auf die jüngste Zeitgeschichte zu werfen und gegenwärtige Problemlagen einzubeziehen? Die Notwendigkeit der Abkehr von einer rein nationalen Perspektive hin zu einer europäischen und globalgeschichtlichen Einordnung der Zäsuren von 1989/90 sowie der Blick nach Ostmitteleuropa sind hier entscheidend. In einem vergleichenden regionalgeschichtlichen oder biografischen Ansatz kann dies im Unterricht umgesetzt werden. Die Reflektion wird mit praktischen Beispielen und Projekten aus der Arbeit der Bundesstiftung Aufarbeitung ergänzt.

In drei parallel laufend Workshops werden unterschiedliche Materialien und Projekte zur Vermittlung von DDR-Geschichte im Unterricht näher vorgestellt. Frank Schweppenstette (Köln) präsentiert einen handlungs- und gegenwartsorientierten Zugang zur DDR-Geschichte für die Sekundarstufe I inklusive einer Erprobung der ausgearbeiteten Projektmappe „Die DDR- ja und?“. Peter Wiedemann (Berlin) führt in die Nutzung der der 360° Grad DDR-Schulstunde ein, die ein so genanntes „Eintauchen“ – Immersion – der Schülerinnen und Schüler ermöglicht. Begleitend werden die didaktischen Materialien getestet. Helge Schröder (Hamburg) stellt das Projekt „Digitales Lehrwerk zur deutsch-deutschen Geschichte (lehrer-online.de) vor, das er als Mitglied des wissenschaftlichen Beirats mit auf den Weg gebracht hat. Materialien zu unterschiedlichen Aspekten der geteilten Geschichte Deutschlands können in Onlinemappen von den Lehrkräften individuell für ihren Unterricht zugänglich gemacht werden.

Die Erfahrungen aus den Workshops werden in einer Abschlussdiskussion im Plenum zusammengeführt und in Hinblick auf die große Fachtagung 2020 für Lehrkräfte wird eine Sammlung bewährter und neuer Ansätze zum Themenfeld "deutsch-deutsche Geschichte im Unterricht" – mit einem Blick auf das dreißigjährige Jubiläum der Friedlichen Revolution von 1989 und der deutschen Einheit erstellt.

Zielgruppen

Fachlehrer der Fächer Gesellschaft, Geschichte, Politik; Sek. I, Sek. II, Gymnasium, Stadtteilschule

Leitung

Dr. Helge Schröder | Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung

Dozenten

Dr. Helge Schröder | Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung

Frank Schweppenstette | Dienststelle für Lehrkräfte aus Nordrhein Westfalen

Peter Wiedemann | Zeitbild Verlag und Agentur für Kommunikation

Katharina Hochmuth | Bundesstiftung Aufarbeitung

Veranstalter
Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung, Hamburg
Thema
Friedliche Revolution
Deutsche Einheit
#RevolutionTransformation
Unterricht