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Preisverleihung | Berlin
Ort der Veranstaltung

Bundesstitung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Die Veranstaltung findet als Livestream statt
Kronenstraße 5
10117 Berlin

Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur vergibt 2020 zum vierten Mal ihren Karl-Wilhelm-Fricke-Preis. Ermöglicht wurde der Preis durch eine Spende des Mediziners, Autoren und ehemaligen Fluchthelfers Burkhart Veigel. Mit diesem Preis möchten wir Einzelprojekte, Persönlichkeiten und Initiativen auszeichnen und würdigen, die sich mit ihrer Arbeit für Freiheit, Demokratie und Zivilcourage einsetzen und diese stärken.

Livestream

Die Preisverleihung 2020 wird aufgrund der Corona-Pandemie in diesem Jahr am 10. Juni ab 11 Uhr live auf unserem YouTube-Kanal übertragen. Wir würden uns freuen, wenn Sie online dabei sein können.

Alle Informationen zu den Preisträgerinnen und Preisträgern stehen dann auch in unserer Mediathek zur Verfügung.

Preisträgerin

Der Karl-Wilhelm-Fricke-Preis 2020 geht an die Autorin, Regisseurin und Filmemacherin Freya Klier. „In gleich mehreren Preis-Vorschlägen wurde die Auseinandersetzung von Freya Klier sowohl mit der kommunistischen als auch der nationalsozialistischen Diktatur in Deutschland hervorgehoben. Sie ist im 30. Jahr der deutschen Einheit eine würdige Preisträgerin“, sagte die Vorsitzende der Jury, Marianne Birthler. Seitdem Klier 1988 wegen ihres Engagements in der Oppositionsbewegung der DDR gegen ihren Willen ausreisen musste, setzt sie sich in ihren Werken sowie mit zahlreichen Bildungsveranstaltungen erfolgreich für die Aufklärung über das Leben in der Diktatur und die Wertschätzung der Demokratie ein.

Der Videobeitrag zu Preisträgerin Freya Klier ist in unserer Mediathek abrufbar.

Sonderpreise

Aus Anlass von 30 Jahren deutsche Einheit vergibt die Jury 2020 drei Sonderpreise: Die Initiativgruppe Lager Mühlberg e. V. wird für ihr Engagement für das Gedenken an das sowjetische Speziallager ausgezeichnet, das immer auch die Erinnerung an das zuvor bestehende NS-Kriegsgefangenenlager eingeschlossen hat. Ein zweiter Sonderpreis geht an das Martin-Luther-King-Zentrum Werdau für Gewaltfreiheit und Zivilcourage e. V., das sich seit 1999 für die Aufarbeitung der Diktatur in der DDR und die Bildungsarbeit einsetzt. Ein weiterer Sonderpreis wird an das National Human Rights Museum in Taiwan verliehen, das 2018 für die Erinnerung an die Opfer politischer Verfolgung unter der Einparteiendiktatur der Kuomintang errichtet wurde.

Die Videobeiträge zu den Sonderpreisträgern Initiativgruppe Lager Mühlberg e. V. (in langer und kurzer Fassung), Martin-Luther-King-Zentrum Werdau für Gewaltfreiheit und Zivilcourage e. V. (in langer und kurzer Fassung) und dem National Human Rights Museum in Taiwan (in langer und kurzer Fassung) finden Sie in unserer Mediathek.

Jury

Mitglieder der Jury sind: Horst Köhler, Bundespräsident a. D.; Marianne Birthler, ehemalige Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen (Vorsitzende); Dr. Anna Kaminsky, Geschäftsführerin Bundesstiftung Aufarbeitung; Prof. Dr. Irina Scherbakowa, Memorial Moskau; Marko Martin, Schriftsteller; Dr. Burkhart Veigel, Spender.

Weitere Informationen zum Karl-Wilhelm-Fricke-Preis

Veranstalter
Bundesstiftung Aufarbeitung
Thema
Erinnerungskultur
Zum Thema in unserer Mediathek

Karl-Wilhelm-Fricke-Preis

Schauen Sie sich die Preisverleihungen der vergangenen Jahre an und erfahren Sie mehr über die Preisträgerinnen und Preisträger in unseren Videoportraits.