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Theateraufführung | Berlin
Ort der Veranstaltung

Renaissance Theater Berlin
Knesebeckstraße 100
10623 Berlin

Ludwig Blochberger und das Goin’ Out West Quintet interpretieren die Lieder von Manfred Krug neu. In einem spannungsvollen Wechselspiel aus Musik und Erzählung verschmelzen Krugs Tagebuchaufzeichnungen mit seinen Liedtexten zu einer Konzertlesung, welche die bewegenden Ereignisse rund um seine Ausreise aus der DDR lebendig werden lässt – bewegend und überraschend aktuell.

Manfred Krug (1937–2016): Schauspieler, Querkopf und Rebell. In Duisburg geboren, wird er in den 1960er- und 70er-Jahren zum DEFA-Star. Mit Filmen wie „Spur der Steine“ – der wegen seiner systemkritischen Töne prompt verboten wird und Kultstatus erlangt – prägt er eine ganze Generation. Gleichzeitig begeistert er als Sänger mit seiner markanten Stimme und selbst geschriebenen Jazz- und Chansontexten.

Krug ist nie der Typ fürs Schweigen: 1976 stellt er sich öffentlich an die Seite von Wolf Biermann – eine Entscheidung, die seine Karriere in der DDR abrupt beendet. Repressalien folgen, schließlich stellt er einen Ausreiseantrag. Die turbulente Zeit bis zur Genehmigung hält er in einem Tagebuch fest, das 1996 als „Abgehauen“ erscheint. Nach seiner Übersiedlung in die Bundesrepublik feiert Krug ein eindrucksvolles Comeback: Serien wie „Liebling Kreuzberg“, „Auf Achse“ oder der „Tatort“ machen ihn endgültig zum gesamtdeutschen Publikumsliebling.

Ludwig Blochberger liest und singt Manfred Krug, begleitet von den Jazzmusikern des Goin’ Out West Quintets. Manfred Krug starb am 21. Oktober 2016 im Alter von 79 Jahren in Berlin.

Veranstalter
Renaissance Theater Berlin
Thema
Flucht und Ausreise