Gedenkbibliothek zu Ehren der Opfer des Kommunismus Berlin
Theatersaal
Nicolaikirchplatz 5-7
10178 Berlin
Gezeigt wird das Monodrama „Monika Haeger – Inside Stasi“. Die Aufführung arbeitet mit authentischem Material – und zwar mit „Täterwissen“ einer inoffiziellen Mitarbeiterin der Stasi, deren Erfolg auf Verrat, Betrug und Lüge basiert. Die interessierte Öffentlichkeit ist herzlich eingeladen. Beginn ist um 19.00 Uhr. Der Eintritt ist frei. Bitte unter stasi-theater@web.de anmelden.
Text, Regie: Nicole Heinrich
Schauspiel: Bea Ehlers-Kerbekian
Das Stück erzählt entlang der Erinnerungen der Ex-Stasi-Agentin Monika Haeger (1945–2006) DDR-Geschichte und zeigt SED-Unrecht.
Monika Haegers Leitsatz war: „Wenn man auf der richtigen Seite steht, dann ist alles gerechtfertigt“ – und sieht darin die Legitimation auch für unmoralisches Handeln. Was sie im eifrigen Dienst für die aus ihrer Sicht gute Sache mit Stolz erfüllt, stürzt andere in Unglück. Als Heimkind wurde Haeger auf sozialistischen Kurs getrimmt. Als treue Bürgerin spionierte sie für die DDR die Bürgerrechtlerin Bärbel Bohley und deren Gruppe aus. Das hatte dramatische Konsequenzen.
Der Monolog Haegers, wird unterbrochen durch eingespielte Interviews mit Opfern der SED-Diktatur. Sie berichten über Verleumdungen, Scheinhinrichtungen, brutale Erlebnisse im Frauengefängnis Hoheneck, im Jugendwerkhof Torgau oder in „Speziallagern“. Zu hören sind auch Angehörige von Mauertoten und ebenso wird der Volksaufstand von 1953 thematisiert.
Geschrieben hat den Text Nicole Heinrich, die zudem auch für Produktion und Regie zuständig ist. Das Theaterstück feierte in vielen Städten bereits Erfolge und erhielt durchweg beste Kritiken. Es ist ein wichtiger Beitrag zur Geschichte. Vor allem Jüngeren ist deshalb ein Besuch dringend zu empfehlen.
Sowohl Regisseurin als auch Schauspielerin stehen nach der Aufführung für eine offene Diskussion zur Verfügung.