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Öffentlicher Vortrag | Berlin
Ort der Veranstaltung

Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Die Vortragsreihe wird live ins Internet übertragen, je nach Entwicklung der Corona-Pandemie ggf. auch vor Ort stattfinden
Kronenstraße 5
10117 Berlin

Beschreibung

„Es wird auch Enttäuschungen geben und wir werden auch manche unangenehmen Sachen mittragen müssen.“ Mit diesen Worten skizzierte Franz Steinkühler, Vorsitzender der IG Metall, die Situation der westdeutschen Gewerkschaften in Ostdeutschland im Sommer 1990. Auf der einen Seite erwartete diese ein enormes Mitgliederpotential, dass es nach der Auflösung des FDGB zu organisieren galt, auf der anderen Seite standen fundamentale Transformationsprozesse mit unvermeidbaren Massenentlassungen an. Der Vortrag untersucht, welche Position die Gewerkschaften im wirtschaftlichen Transformationsprozess und zur Treuhand einnahmen, wie sich ihr Handeln in der politischen Praxis des Transformationsalltags gestaltete und wie sie sich zu der in den ostdeutschen Bundesländern etablierenden Protestbewegung verhielten.

Vortrag von Christian Rau im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Die überforderte Behörde. Neue Forschungen zur Treuhandanstalt“

Referent

Christian Rau ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Zeitgeschichte München-Berlin (Abteilung Berlin) und forscht dort aktuell über Gewerkschaften im ostdeutschen Transformationsprozess. Weitere Forschungsschwerpunkte bilden lokal-räumliche Herrschaftsbeziehungen in der DDR, deutsch-deutsche Verflechtungsgeschichte im Kalten Krieg und die Geschichte der DDR in der deutschen und europäischen Geschichte des 20. Jahrhunderts.

Christian Rau

 

Der Eintritt ist frei und ohne Anmeldung möglich. Mit Ihrer Teilnahme erklären Sie sich mit der audiovisuellen Dokumentation und Verbreitung der Veranstaltung u. a. im Internet unwiderruflich einverstanden.

Veranstalter
Bundesstiftung Aufarbeitung
Institut für Zeitgeschichte München-Berlin
Thema
Deutsche Einheit
Transformation
Wirtschaft