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Tagung | Leipzig
Ort der Veranstaltung

Theologische Fakultät der Universität Leipzig
Beethovenstraße 25
04107 Leipzig

In welchen Öffentlichkeiten haben sich
Gottesdienste der DDR Kirchen bewegt? Auf
welche gesellschaftlichen Kontexte hin wurden
homiletische Ansätze formuliert?
Diese Tagung der Forschungsstelle „Kirchliche
Praxis in der DDR. Kirche (sein) in Diktatur und
Minderheit“ integriert homiletische und
liturgiewissenschaftliche Perspektiven und
befragt Grundlegung, Konzeption und Praxis
der Gottesdienste der DDR Kirchen auf ihre
Potentiale für heutige Themen und
Problemstellungen in einer Zeit, in der sich
Öffentlichkeit ganz anders konstituiert als vor
1990, die Frage nach der Öffentlichkeit einer
Minderheitskirche aber neu diskutiert wird.
Nach einer Reflexion auf den Begriff der
Öffentlichkeit sowie soziologischen und
kirchenhistorischen Grundlegungen stehen
zunächst theologische und hermeneutische
Traditionslinien im Zentrum, wie sie sich etwa
anhand von kirchenleitender Predigtpraxis oder
der Anlage von Predigthilfen rekonstruieren
lassen. In einem zweiten Teil wendet sich die
Tagung gottesdienstlichen Praktiken und
Konzeptionen zu. Dabei sollen Fragen der
Sprache, der Zielgruppen, der Förderung der
Beteiligung, die Kasualien und Gottesdienste in
öffentlichen Räumen in den Blick kommen.
Kirchenhistorische Forschung wird dabei immer
wieder explizit mit aktuellen praktisch
theologischen Fragestellungen in Verbindung
gesetzt.

 

Formlose Anmeldung bis zum 28.08.2023 bei
ilse.junkermann@uni leipzig.de

Veranstalter
Theologische Fakultät Leipzig
Thema
Kirche
DDR-Geschichte im Überblick