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Öffentlicher Vortrag | Göppingen
Ort der Veranstaltung

Volkshochschule Göppingen und Schurwald
Vortragssaal
Mörikestr. 16
73033 Göppingen

Referent: Matthias Hofmann, Historiker und Orientalist
Ausschreibungstext:
Im Oktober 1990 hat sich für viele Deutsche ein lang ersehnter Wunsch erfüllt und die deutsche Teilung war endlich überwunden. Mit dem ersten offiziellen Staatsbesuch Erich Honeckers im September 1987 in der Bundesrepublik war die Teilung Deutschlands eigentlich zementiert.
Mit der Wirtschafts-, Währungs- und Sozialunion übernahm die DDR schon am 1. Juli 1990 das westdeutsche Wirtschaftssystem und führte die D-Mark als Währung ein. Jetzt konnte also die Zusammenführung zwischen beiden Teilen endlich beginnen. Allerdings kam es doch anders, wie es sich viele wohl vorgestellt hatten. Nachdem die erste Euphorie sich verzogen hatte, machte sich schnell in Ost und West Ernüchterung, z. B. durch die "Treuhand" und die Kosten ("Soli") breit.
Der Vortrag will speziell auf die Probleme, die die Wiedervereinigung mit sich gebracht hatte eingehen. Diese damals zu leicht genommenen Probleme haben die noch heute vielerorts bestehende Abneigung zwischen Ost und West maßgeblich beeinflusst und verhindern überdies einen Neustart einer gemeinsamen Geschichte.
Speziell soll die Zeit des ersten Jahrzehntes - die 1990er Jahre - beleuchtet werden.
-Die Auswirkungen der Treuhand auf das Wirtschafts- und Sozialgefüge Ost.
-Der Soli und die damit verbundenen massiven Bauinvestitionen in den neuen Bundesländern und der damit einhergehende Baustopp bei infrastrukturellen Maßnahmen in den alten Bundesländern.
-Die Übernahme der NVA in die BW und die damit verbundene massive Abrüstung, wie sie vor allem bei den 2 + 4 Gesprächen durch GB gefordert worden war.
-Die neue außenpolitische Linie, indem sich nun auch Deutschland verstärkt an internationalen Militäreinsätzen beteiligte.
-Der Regierungswechsel 1998.

Veranstalter
Volkshochschule Göppingen
Kontakt

Wolfgang Schultes, Fachbereichsleitung Kunst und Kultur
Yvonne Lopin