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Lehrerfortbildung | Neumünster
Ort der Veranstaltung

Kiek In
Gartenstraße 32
24534 Neumünster

Im dreißigsten Jahr der deutschen Einheit bietet sich die Chance, die historischen Prozesse der Friedlichen Revolution und der Wiedervereinigung sowie die Umbrüche in Ostmitteleuropa verstärkt im Unterricht zu verankern. Dafür hat das MBWK die hier vorgestellte Ausstellung angekauft, die kostenlos ausgegeben wird.

Die Lehrerfortbildung soll adäquate und zeitgemäße Wege der Vermittlung von DDR-Geschichte und insbesondere der deutschen Einheit und deren Folgen im Unterricht aufzeigen. Im Zentrum stehen dabei die Schülerorientierung und die Frage danach, mit welchen Aktualitätsbezügen und biografischen Zugriffen, Jugendliche für das Thema interessiert werden können. Der Blick auf die wirtschaftliche Transformation und die Treuhand sowie die „Runden Tische“ und die Ideen der Oppositionsgruppen, sowie der Fokus auf den Alltag der Menschen nach der Wiedervereinigung bieten zahlreiche Anknüpfungspunkte zu den bis heute anhaltenden Debatten.

Zunächst werden die Arbeit der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur sowie deren breite schulische Bildungsangebote vorgestellt. Nach einem inhaltlichen Input zum Thema steht die Ausstellung „Umbruch Ost. Lebenswelten im Wandel“ im Mittelpunkt, die mit 20 Plakaten sowie drei Zusatztafeln mit statistischen Daten Schlaglichter auf die Folgen der Wiedervereinigung wirft, und dabei einen besonderen Fokus auf den Lebensalltag in Ostdeutschland legt. Sie berichtet von den Neuanfängen und Aufbrüchen, wie auch dem Willen, die SED-Diktatur aufzuarbeiten. Sie dokumentiert aber auch die Verzweiflung, die mit dem wirtschaftlichen Zusammenbruch und Anstieg der Arbeitslosigkeit einherging. Im breiten Themenspektrum, dass sich beispielsweise der Sanierung ostdeutscher Städte, der Situation der Frauen und Familien, aber auch der Jugendkultur und dem Rechtsradikalismus widmet, bietet „Umbruch Ost“ viele Anregungen, um in den Dialog mit den Jugendlichen zu treten.

Es werden weiterhin die partizipativen Ergänzungsprogramme zur Ausstellung vorgestellt sowie die konkrete Arbeit mit den Plakaten und den eigens konzipierten didaktischen Materialien erprobt und reflektiert, so dass eine Anwendung im Rahmen des Geschichts-, Politik- oder Ethikunterrichts, von Projekttagen oder Vertretungsstunden problemlos möglich ist.

Ziele:

Die Fortbildung soll zur Beschäftigung mit der der deutschen Einheit sowie zu deren kritischer Reflektion in der Schule anregen. Sowohl die Erfolgsgeschichte als auch die Schwierigkeiten, die sich im Zuge des Einigungsprozesses und in der Zeit nach dem 3. Oktober 1990 ergaben und bis heute ergeben, werden thematisiert. Der Unterschied von Demokratie und Diktatur kann dabei eine Brücke zur heutigen Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler sein. Insbesondere die in der Ausstellung verhandelten Themen wie Jugendkultur und Ressentiments sowie aktuelle statistische Daten, etwa zum Konsum- und Sozialverhalten von Jugendlichen sollen einen breiten Dialograum für den Unterricht öffnen. So werden Inhalte, Methoden und Materialien aufgezeigt, die Lehrkräften einen thematischen Zugang zu aktuellen gesellschaftlichen Debatten liefern und Ideen zur Umsetzung aufzeigen.

Programm:

15:00 Uhr Begrüßung:

Benjamin Stello, Landesfachberater und Studienleiter Geschichte

Katharina Hochmuth, Leiterin des Arbeitsbereichs Schulische Bildung (Bundesstiftung Aufarbeitung)

15:10 Uhr

Warm up, Vorstellung & Einführung in die Bildungsarbeit und -angebote der Bundesstiftung Aufarbeitung

Katharina Hochmuth, Leiterin des Arbeitsbereichs Schulische Bildung

15:30 Uhr

Idee, Entstehung und Ziele der Ausstellung „Umbruch Ost“ – Ein Rundgang durch die Ausstellung

Dr. Georg Gremske, Projektmanager (Bundesstiftung Aufarbeitung)

16:30 Uhr

Die Ausstellung „Umbruch Ost“ im Unterricht. Eine Einführung in die didaktischen Materialien inklusive Reflexions- und Anwendungsphase

Katharina Hochmuth, Leiterin des Arbeitsbereichs Schulische Bildung

17:45 Uhr

Feedback und Abschlussdiskussion

 

Anmeldung unter: https://secure-lernnetz.de/formix/index.php?view=0-3&vnr=GES0290

Die Fortbildung wird auch für die Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Hamburg und Bremen akkreditiert. Eine Anmeldung erfolgt in diesem Fall bis zum 16. April per E-Mail an Helga Peters: Helga.Peters@iqsh.landsh.de

Veranstalter
Bundesstiftung Aufarbeitung
Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein
Thema
DDR-Geschichte
Lehrerfortbildung
Bildung
#RevolutionTransformation