In den achtziger Jahren zog Harald Hauswald durch Ost-Berlin und fotografierte, was ihm vor die Linse kam. Er knipste, was andere Fotografen übersahen oder für uninteressant hielten: Kleine Szenen des Alltags, einsame und alte Menschen, verliebte junge Pärchen, Rocker, Hooligans und junge Leute, die sich in der Kirche für Frieden und Umweltschutz einsetzten. 

OSTKREUZ Agentur der Fotografen und die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur laden mit der Ausstellung „Voll der Osten. Leben in der DDR“ zu einer Bilderreise in die Zeit der Teilung ein. Gezeigt wird eine ungeschminkte DDR-Realität, an die sich heute selbst Zeitzeugen kaum mehr erinnern. Die Ausstellung präsentiert auf 20 Tafeln über 100 bekannte und unbekannte Fotos von Harald Hauswald. Die Texte der Ausstellung hat der Historiker und Buchautor Stefan Wolle verfasst, der wie der Fotograf in der DDR aufgewachsen ist. Die Ausstellungstafeln verlinken mit QR-Codes zu kurzen Videointerviews im Internet, in denen der Fotograf darüber berichtet, wie und in welchem Kontext das jeweils zentrale Foto der Tafel entstanden ist. 

Die Schau steht als Poster-Set im Format DIN A1 für die schulische und außerschulische Bildungsarbeit zur Verfügung und kann ab sofort zu einer ermäßigten Schutzgebühr vorbestellt werden. Die Ausstellung ist das ideale Medium, um in Schulen und an öffentlichen Orten – etwa in den Foyers von Rathäusern, in Volkshochschulen, Stadtbibliotheken oder Kirchen – dazu einzuladen, den Alltag in der DDR der achtziger Jahre kennen zu lernen.

"Voll das Leben!" - Erste Harald Hauswald Retrospektive im C/O Berlin

(12. September 2020 bis 23. Januar 2021)

Besuchen Sie die große Harald Hauswald Retrospektive „Voll das Leben!“, die bis zum 23. Januar 2021 in der Galerie C/O Berlin in Berlin zu sehen ist. Die Ausstellung zeigt rund 250 Fotografien, die Ende der 1970er bis Mitte der 1990er Jahre entstanden sind, darunter eine Vielzahl bislang noch unveröffentlichter Motive. Es handelt sich um die erste Retrospektive von Harald Hauswald. Zusätzlich werden Inhalte und Teile seiner Stasi-Akte mit der Ausstellung verwoben. Über keinen anderen ostdeutschen Fotografen gibt es eine vergleichbar ausführliche Dokumentation, die zwischen 1977 und 1989 unter der Observation von etwa 40 inoffiziellen Mitarbeiter*innen entstanden ist und unter dem Namen „Radfahrer“ geführt wurde. 1985 erhielt Hauswald einen Stasi-internen Haftbefehl wegen „staatsfeindlicher Hetze“, „Devisenvergehen“, „Agententätigkeit“ und „Weitergabe nicht geheimer Nachrichten“ – auch seine Tochter wurde ihm als alleinerziehender Vater zeitweise weggenommen. Dieser Dialog zwischen zeithistorischem Bezug, Fotografie und Werk wird erstmals in einer Ausstellung aufbereitet und gezeigt.

Weitere Informationen

Bestellinformationen

Die Ausstellung umfasst 20 DIN-A1-Plakate und kann gegen eine Schutzgebühr von 30 € bestellt werden. Der Preis versteht sich inkl. MwSt. und zuzüglich der Versandkosten.

Die Plakate werden gerollt geliefert und müssen vor Ort auf eigene Kosten gerahmt oder auf Ausstellungsplatten aufgezogen werden. Geliefert wird ab 15. Februar 2018. Die Rechnungsstellung erfolgt bei Lieferung und kann nicht vorgezogen werden.

Bestellformular

Bestellungen von bis zu zehn Exemplaren erfolgen ausschließlich über nachfolgendes Onlineformular: https://goo.gl/forms/G4nvTkW4OVaccgMf1

Rückfragen zu den Ausstellungsinhalten sowie zu Sonderkonditionen bei der Abnahme von elf oder mehr Ausstellungsexemplaren richten Sie bitte – ausschließlich per E-Mail – an Dr. Ulrich Mählert .

Technische Angaben

Anzahl der Plakate: 20
Plakatgröße: DIN A1 (594 x 841 mm)
Papierstärke: ca.135 g/qm
Das Ausstellungssystem ist von Ihnen selbst zu stellen.

Allgemeine Hinweise

Die Ausstellung kann nur komplett bestellt werden, eine Lieferung von Einzelplakaten ist NICHT möglich. Die Plakate werden von Ihnen erworben, d.h. sie verbleiben dauerhaft bei Ihnen.

Materialien für den Unterricht und die Bildungsarbeit

Zur Auseinandersetzung mit der Ausstellung bieten wir kostenloses Begleitmaterial mit drei Einstiegsmodulen (davon eins in leichter Sprache) und fünf Arbeitsblättern zum Download an.

Das von der Bundesstiftung Aufarbeitung geförderte Projekt "Alltag Ost" erzählt die Geschichte von Orten des alltäglichen Lebens in der DDR: Bibliotheken, Restaurants, Museen, Theater, Freibäder und andere. Anhand dieser Orte versucht "Alltag Ost" zu ergründen, wie sehr das Leben durch politische Vorgaben der SED geprägt wurde, inwieweit es individuelle Freiräume gab – und was heute aus diesen Orten geworden ist.

Sie können die Ausstellungstafeln sowie eine Begleitbroschüre als PDF herunterladen. Aus lizenzrechtlichen Gründen werden die Ausstellungsfotos in verringerter Auflösung dargestellt. Die Materialien lassen sich dennoch ausdrucken und vervielfältigen, um Ausstellungsbesuche im Rahmen der Bildungsarbeit vor- bzw. nachzubereiten.

Material für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Das Plakat im Format DIN A 1 (594 x 841 mm) besitzt einen Weißraum im unteren Teil, in den Informationen zu Ihrer Ausstellungspräsentation eingefügt werden können (Veranstalter, Ort und Dauer etc.). Die PDF-Datei kann in beliebiger Auflage digital oder offset gedruckt werden.

Hinweis: Die Gestaltung des Plakates darf nicht verändert und die Ergänzungen müssen in dem dafür vorgesehenen Weißraum eingefügt werden. Das im Plakat verwendete Foto darf nicht freigestellt, kopiert sowie anderweitig verwendet werden.

Für die aktuelle redaktionelle Berichterstattung zur Ausstellung „Voll der Osten. Leben in der DDR“ steht das Titelbild von Harald Hauswald zur rechtefreien Veröffentlichung zur Verfügung.

Für eine alternative Nutzung, den Druck als Titelbild oder zusätzliches Bildmaterial, schreiben Sie bitte an OSTKREUZ oder rufen Sie an unter +49 / 30 473 73 930.

Die Bilder dürfen weder digital bearbeitet noch beschnitten werden.
Bitte beachten Sie den Bildnachweis: © Harald Hauswald/OSTKREUZ

Weitere kostenpflichtige Bilder von Harald Hauswald finden Sie bei OSTKREUZ Agentur der Fotografen.

Harald Hauswald vor der Ausstellung
Bitte beachten Sie den Bildnachweis: © Bundesstiftung Aufarbeitung

Die Ankündigungskarte im Format DIN-Lang (100 x 210mm) lang besitzt auf der Vorderseite unten einen Weißraum, in dem Sie Ihr Logo - verbunden z.B. mit der Formulierung „präsentiert durch/von“ - einfügen können. Das PDF kann in beliebiger Auflage digital oder offset gedruckt werden.

Hinweis: Die Gestaltung der Karte darf nicht verändert und die Ergänzungen müssen in den dafür vorgesehenen Weißräumen eingefügt werden. Das in der Karte verwendete Foto darf nicht freigestellt, kopiert sowie anderweitig verwendet werden.

Die Vorlagen für die Werbeanzeigen enthalten einen Weißraum, in dem Sie Ihr Logo - verbunden z.B. mit der Formulierung „präsentiert durch/von“ - einfügen können. Die Vorlagen sind ausschließlich zur Bewerbung der Ausstellung zu verwenden und liegen in folgenden Formaten vor:

Die Ausstellungsmacher