Deutschland im Wandel seit der Einheit

Jugendwettbewerb Umbruchszeiten

Was für Erfahrungen haben Menschen nach der deutschen Einheit gemacht und wie haben sich Betriebe, Vereine oder ganze Regionen verändert? Mit diesen oder ähnlichen Fragen werden sich Jugendliche im Wettbewerb „Umbruchszeiten. Deutschland im Wandel seit der Einheit“ beschäftigen.

Gemeinsam mit dem Beauftragten der Bundesregierung für die neuen Bundesländer rufen wir junge Menschen zwischen 13 und 19 Jahren im gesamten Bundesgebiet dazu auf, sich mit den Umbrüchen in Deutschland nach 1989/90 auseinanderzusetzen.
Mann auf der Berliner Mauer

Zeitzeugenbüro

Für junge Menschen sind persönliche Einblicke ein wichtiger Türöffner für unsere Geschichte und deren Bedeutung für die Gegenwart. In der Bildungsarbeit spielen DDR-Zeitzeugen deshalb eine große Rolle. Mit unserem Portal zeitzeugenbuero.de vermitteln wir bundesweit mehr als 360 Gesprächspartner zur deutschen Teilung, dem Wiedervereinigungsprozesses und der Transformationsphase nach 1990.
Schüler sitzen in einem Raum und hören einem Zeitzeugen zu, der auf einem Podium sitzt
Digitales Bildungsangebot für Jugendliche

Deutsche Einheit interkulturell – eine multimediale Zeitreise

Seit der Friedlichen Revolution und der deutschen Einheit sind rund 30 Jahre vergangen, in denen sich die Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland durch Migrations- und Globalisierungsprozesse stark verändert hat. Die Vielfalt von Herkunft, Zugehörigkeit und Identitäten spiegelt sich auch in den Schulen wider.

Bislang wurde die Geschichte der deutschen Teilung, Vereinigung und Transformation im Schulunterricht zu sehr aus nationaler Perspektive beleuchtet. Durch das Projekt „Deutsche Einheit interkulturell“ sollen die Sichtweisen von Menschen mit Migrationsgeschichten auf diese historischen Ereignisse besonders berücksichtigt werden.
Deutsche Einheit interkulturell
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Das Projekt wird bis 2021 von der Eduversum GmbH in Kooperation mit der Bundesstiftung Aufarbeitung und dem Beauftragten der Bundesregierung für die neuen Bundesländer realisiert. Das koordinierende Projektbüro ist bei der Bundesstiftung Aufarbeitung angesiedelt.

Finanzielle Förderung erfährt das Vorhaben durch Mittel des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.

Das Projektteam wird durch einen Fachbeirat didaktisch und fachhistorisch beraten. Dem Fachbeirat gehören folgende Personen an:

  • Cahit Başar, Gymnasiallehrer u. a. im Fach Geschichte
  • Dr. Peter Droste, Bundesvorsitzender des Verbandes der Geschichtslehrer Deutschlands e. V.
  • Katharina Hochmuth, Leiterin des Arbeitsbereichs Schulische Bildungsarbeit in der Bundesstiftung Aufarbeitung
  • Dr. Alexander Jehn, Direktor der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung, Präsident der Stiftung Jugend und Bildung und Mitglied im Stiftungsrat der Point Alpha Stiftung
  • Dr. Jelko Peters, Gymnasiallehrer und Geschichtsbuchautor
  • Dr. Anne Schopp, Mitarbeiterin im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
  • Dr. Helge Schröder, Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung Hamburg und Gymnasiallehrer u. a. im Fach Geschichte
  • Kathrin Semechin, Vorsitzende des Sächsischen Geschichtslehrerverbandes
  • Dr. Lale Yildirim, Lehrkraft für besondere Aufgaben im Arbeitsbereich Didaktik der Geschichte am Friedrich-Meinecke-Institut der Freien Universität Berlin

Im Ergebnis entsteht eine digitale Lernplattform, die von Lehrkräften ebenso wie von Schülerinnen und Schülern genutzt werden kann.
Ziel des Projekts ist es, die Vielfalt von Erinnerungskulturen in der heutigen pluralen Gesellschaft sichtbar zu machen.

Das Projekt mündet bis zum Jahr 2021 in eine multimediale Lernwebsite.

Verschiedene Themenmodule orientieren sich an bundeslandübergreifenden Lehrplaninhalten und können interaktiv erkundet werden. Neben dem inhaltlichen Fokus auf migrantische Perspektiven spielt die zeitgemäße Darstellung – beispielsweise anhand von Videos, Slideshows, Zeitzeugenstatements und interaktiven Grafiken – eine wichtige Rolle.

Die Website richtet sich in erster Linie an Jugendliche im Alter von 14 bis 19 Jahren, an Lehrkräfte sowie an Akteure der außerschulischen historisch-politischen Bildungsarbeit.

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